Mords-Komödie im Hamburger Ohnesorg-Theater

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Statt des Lebensmüden (Erkki Hopf, r.) hat Dr. Wolf (Til Huster, l.) den Killer (Oskar Ketelhut) ruhig gestellt Foto: Asmus Henkel

"De Nervbüdel" von Francis Veber

Hamburg / St. Georg Ein Profikiller bereitet die Ausführung seines Auftrags vor. Von einem Hotelzimmer aus hat er die optimale Sicht auf das Gerichtsgebäude, vor dem er einen Kronzeugen liquidieren soll.
Der Tod ist auch im angrenzenden Zimmer Thema Nummer eins. Dort versucht sich der von seiner Frau verlassene Fotograf Hans-Dieter Spitzeck das Leben zu nehmen. Doch der Strick hält nicht. Hotelpage Willi entdeckt den Lebensmüden und bittet ausgerechnet den benachbarten Killer um Hilfe.
Aus dieser wunderbaren Komödiensituation hat Francis Veber 1971 sein Theaterstück „Die Nervensäge“ entwickelt, das zwei Jahre später unter dem Titel „Die Filzlaus“ mit Lino Ventura und Jacques Brel in den Hauptrollen Kinoerfolge feierte. Nun sorgt die Nervensäge/Filzlaus als „De Nervbüdel“ im Ohnsorg Theater für Lacher. Die sind programmiert, wenn ein Killer einem Selbstmörder helfen muss, sich nicht umzubringen, damit der geplante Mord nicht gefährdet wird. Dabei werden bewährte Register der Verwechslungs- und Tür-Klapp-Komödie gezogen. Spitzeck sieht in dem hilfreichen Killer bald seinen Freund und Lebensretter und vertraut sich ihm an. Für Verwirrung sorgen Spitzecks Frau Lisa und dessen neuer Freund, der Psychiater Dr. Wolf, die im Hotelzimmer des Fotografen auftauchen, und immer wieder Page Willi, der seine ganz speziellen Schlüsse aus dem Verhalten der beiden ungleichen Zimmernachbarn zieht.
Der Selbstmörder und der Killer, das sind zwei Paraderollen für die Ohnsorg-Stars Erkki Hopf (Spitzeck) und Oskar Ketelhut (Der Killer), die mit ihrem ganzen komödiantischen Können brillieren. Beste Unterhaltung um verschiedene Mordabsichten. (ch)
Noch zu sehen bis 9. Juli im Ohnsorg Theater
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