Neuer Schleusenwärter

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Reinhold Beckmann wurde zum Ehren-Schleusenwärter 2013 erwählt. Foto: Hanke

Reinhold Beckmann im Alsterpavillon geehrt

Von Christian Hanke
City. Der Ehren-Alster-Schleusenwärter 2013 ist Reinhold Beckmann. Der Sportjournalist und Fernseh-Moderator wurde für die Gründung seiner Initiative Nestwerk e.V. im Alsterpavillon Alex mit dem Titel ausgezeichnet, den die Congregation der Alster-Schleusenwärter seit 1981 an herausragende Persönlichkeiten der Stadt Hamburg verleiht.
Nestwerk e.V. schafft für Jugendliche aus strukturschwachen Gebieten Freiräume in Sport und Freizeit. Der Verein stellt Hallenzeiten für diese Jugendlichen zur Verfügung, die diese Zeiten selbst verwalten, organisiert Straßenfußballturniere in strukturschwachen Stadtteilen, untertützt den Jamliner, ein fahrbares Tonstudio, in dem sich Jugendliche ohne Vorkenntnisse musikalisch ausprobieren und Bands gründen können und organisiert Schwimmunterricht für Kinder und Jugendliche, die das Schwimmen nicht gelernt haben. Alle diese Projekte werden von Fachpädagogen betreut.
Nestwerk e.V. kooperiert außerdem mit der Arbeitsstiftung Hamburg, um Hauptschülern eine Lehrstelle zu vermitteln. 52 Jugendlichen wurde auf diese Weise bereits eine Arbeitsstelle vermittelt. Schließlich veranstaltet Nestwerk e.V. den Tag und die Nacht der Legenden, ein Fußballbenefizspiel mit einstigen Fußballstars und anschließender Party zugunsten der Projekte des Vereins.
Die Congregation der Alster-Schleusenwärter verleiht den Titel des Ehren-Schleusenwärters, weil die Stadt Hamburg keine Orden vergibt, Hamburgerinnen und Hamburger aber nach Ansicht der Congregation für herausragende Verdienste geehrt werden sollten. Hamburger, die Schleusen öffnen für die Stadt, hier Akzente gesetzt haben. In die lange Liste der Ehren-Schleusenwärter haben sich bereits viele namhafte Hamburger eingetragen, von denen zehn bei der diesjährigen Ehrung anwesend waren. Unter anderen Uwe Seeler, Kabrettist Eberhard Möbius (Das Schiff), Annemarie Dose, die Gründerin der Hamburger Tafel, Liedermacher Rolf Zuckowski, Schwimmerin Sandra Völker und Christian Seeler, der Intendant des Ohnsorg Theaters. Auch Freddy Quinn, James Last, John Neumeier, Siegfried Lenz und Volker Lechtenbrink wurden bereits geehrt. Zu den verstorbenen Schleusenwärtern zählen Heidi Kabel, Jürgen Roland, Gyula Trebitsch, Kurt A. Körber und Friedrich Schütter. Ein zehnköpfiges „Comitee“ von Hamburg-Kennern wählt jedes Jahr den neuen Ehren-Schleusenwärter. In diesem Jahr kamen als neue Mitglieder auch Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider und City-Managerin Britta Engler hinzu. Der nicht in Hamburg geborene Reinhold Beckmann nahm die Ehrung dankbar entgegen und betonte: „Ich fühle mich hier wirklich zuhause.“ Für Uwe Seeler, Ehren-Schleusenwärter von 1982, hat das Comitee den Richtigen ausgewählt. Uns Uwe über Beckmann: „Er weiß, wovon er spricht, hat Fachwissen und ist immer geradeheraus.“ (ch)
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