Polizei räumt besetzte Schule in Hamburg

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Die ehemalige Gehörlosenschule am Schultzweg Foto: Röhe

Die rund 30 Aktivisten forderten Erhalt und Schaffung kultureller Räume in Hamburg

Von Matthias Röhe
Hamburg. Etwa 30 Personen besetzen nach Polizeiangaben am Nachmittag des 12. Juli Räume der ehemaligen Gehörlosenschule im Schultzweg, weitere 60 Personen befanden sich auf dem Gelände, als die Polizei eintraf.
Die Gruppe verschaffte sich offenbar über einen Eingang an der Norderstraße Zutritt zu dem Grundstück, um sich für den Erhalt und die Schaffung kultureller und sozialer Räume in der Hansestadt einzusetzen. Drei Transparente wurden aus den Fenstern gerollt. „Besetzt bis es mit dem Zentrum klappt“ stand auf einem dieser Banner. Seit 2012 steht das Gebäude leer, aktuell sollen auf dem Gelände 450 neue Wohnungen entstehen. Von Behördenseite war eine Zwischennutzung des Hauses bisher abgelehnt worden, kritisieren die Besetzer. Sie könnten sich vorstellen, das Haus bis zum Neubau der Wohnungen als offenes Stadtteilzentrum zu nutzen.
Die Initiative „Solidarische Raumnahme“ teilte auf ihrer Internetseite mit, in der besetzten Schule „ein kollektives Zentrum“ eröffnet zu haben. Die Finanzbehörde erstattete als Eigentümer des Schulgebäudes Anzeige wegen Hausfriedensbruch, worauf die Polizei das Gelände abriegelte und den Besetzern ein Ultimatum stellte. Gegen 20.15 Uhr wurde die Schule geräumt. Bei der Räumung sollen 19 Hausbesetzer vorläufig festgenommen worden sein, um ihre Personalien aufzunehmen, bestätigte ein Polizeisprecher.
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