Rost-Räder werden beklebt – und entsorgt

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Birger Falinski vom PK 11 am Steindamm in St. Georg klebt einen orangefarbenen Sticker an das Fahrrad Foto: Grell
Hamburg. Sie sind an Bäumen, Bügeln und Verkehrsschildern angeschlossen: Fahrrad- „Leichen“, die vergeblich darauf warten, von ihren Besitzern wieder abgeholt zu werden. Auch im Stadtteil St. Georg und in der City blockieren etliche verbogene und ausgeschlachtete Rost-Räder Fahrradbügel und nehmen anderen Nutzern die Chance zum kurzfristigen Abstellen. Jetzt haben Polizei und Ordnungsamt die Kontrollen wieder verstärkt.
Offensichtliche Schrotträder bekommen orangefarbene Aufkleber. Damit werden die Besitzer aufgefordert, das Rad zu entfernen. Steht das Rad nach zwei Wochen immer noch da, holt es die Stadtreinigung ab.
„Ich verstehe die Leute nicht“, sagt Stadtteilpolizist Birger Falinski vom PK 11 am Steindamm, „warum brauchen so viele Menschen ihr Fahrrad nicht mehr?“ Dem Trend zu mehr Radlern in der Stadt und weniger Nutzung des Pkw stehe die Blockade der Abstellplätze entgegen. Birger Falinski taxiert die Räder mit geschultem Auge. Er kann unterscheiden zwischen alten, aber noch gebrauchsfähigen Rädern, die nicht diebstahlsgefährdet sind und gerne für die Fahrt zum Bahnhof genutzt werden, und solchen, die schon seit Monaten nicht mehr gebraucht wurden.
Ein verbogenes Vorderrad hier, ein wachsender Müllhaufen im Fahrradkorb da – diese Räder bekommen den Aufkleber mit handschriftlichem Datum darauf. Ab diesem Zeitpunkt bleiben dem Besitzer etwa zwei Wochen, um sein Fahrrad abzuholen. Danach ist es weg - und zwar für immer. (kg)
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