Rudern gegen den Krebs

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Rudern gegen Krebs: Die aktuelle Trainingsgruppe Foto: Hanke

Beim RG Hansa vergessen Patienten Schmerzen, Sorgen und Nöte

Von Christian Hanke
Uhlenhorst
In der Bootshalle der Ruder Gesellschaft (RG) Hansa an der Schönen Aussicht wird es eng. 14 Damen drängeln sich zwischen den Ruderbooten. Was steht auf dem Programm? Erst einmal Trockentraining, dann ins Boot und auf die Alster. Einige sind zum ersten Mal hier. Andere rudern schon länger. Fast alle Anwesenden leiden an einer Krebserkrankung. Trainerinnen der RG Hansa teilen ein. Auch Vertreterinnen des am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) ansässigen Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) sind gekommen. Wir sind uns beim Rudertraining für Krebspatienten. Seit acht Jahren können sie bei der RG Hansa rudern. Auf Initiative der Stiftung „Leben mit Krebs“ und dank der Umsetzung durch das UCCH und die RG Hansa.

Training einmal pro Woche


Das ganze Jahr über können Krebspatienten nun in Uhlenhorst rudern. Trainiert wird einmal in der Woche. Es gibt zwei Termine: Donnerstag 8 bis 10 Uhr und freitags 15 bis 16.30 Uhr. Rudern, eine Sportart, die den ganzen Körper beansprucht, verbessert die körperliche Leistungsfähigkeit der Krebspatienten während einer Therapie und verringert therapieproduzierte Symptome wie Schmerzen und Übelkeit. Krebspatienten empfinden oft eine ausgeprägte Ermüdung und Erschöpfung. Dagegen hilft Rudern. Und es macht Spaß, wie alle Teilnehmerinnen der Trainingsgruppe spontan versichern. „Das Rudern fördert vor allem Kraft und Ausdauer“, ergänzt Wiebke Jensen, Sportwissenschaftlerin am UKE. „Es tut sehr gut. Man vergisst die Krankheit, wenn man im Boot sitzt. Ich habe erst nach den Behandlungen angefangen. Daher hat es mich nie angestrengt“, erzählt Krebspatientin Christine Nagel (39), die seit vier Jahren bei der RG Hansa rudert. Auch die Gemeinschaft mit anderen an Krebs Erkrankten empfindet Christine Nagel als sehr angenehm. Ihr Fazit: „Wir sitzen alle im selben Boot.“

Deutschlandweite Projekte


Die Stiftung „Leben mit Krebs“ hat deutschlandweit ein Konzept für das Rudern für Krebspatienten entwickelt. In Hamburg fand das UCCH in der RG Hansa einen verlässlichen und tatkräftigen Partner. Der Uhlenhorster Ruderclub finanziert das Training der Krebspatienten. Die Stiftung Leben mit Krebs und das UKE geben etwas dazu. Heute geht‘s wieder auf die Alster. Der Trainingseifer wird nun von Woche zu Woche steigen, denn am 9. Juli veranstaltet die RG Hansa wieder die Regatta „Rudern gegen Krebs“. Der Erlös kommt dem Sportprojekt des UCCH „Aktiv leben – durch Bewegung“ zugute.

Infos und Kontakt


Wer bei den rudernden Krebspatienten mitmachen möchte, meldet sich auf der Internetseite der Ruder Gesellschaft Hansa unter www.rghansa.de an oder Telefon 040/229 01 22; E-Mail: info@rghansa.de
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