St. Georgs schöne Hinterhöfe

Anzeige
Der Pavillon von 1893 wird heute für Therapiezwecke genutztFotos: Grell

Heerlein- und-Zindler-Stiftung: Grüne Oase im Bahnhofsviertel

Hamburg. In der Langen Reihe wimmelt es gerade in den Sommermonaten von Touristen und auch Bewohner stürmen in die Restaurants und Bars des Viertels. Das Leben tobt in der Straße, die zu einer der beliebtesten in ganz Hamburg gehört. Zur Freude der Geschäftstreibenden, aber auch zum Ärger der Anwohner, die sich manches Mal durch den Lärm gestört fühlen. Dass St. Georg aber auch noch viel mehr als nur die pulsierende Lange Reihe zu bieten hat, weiß nicht jeder. Nicht weit ab von den Hauptstraßen des Viertels liegen idyllische Hinterhöfe, kleine grüne Oasen inmitten in der Stadt. Manche von ihnen sind frei zugänglich, die meisten gehören allerdings zu einer Wohneinheit und werden als gemütlicher Garten von allen Bewohnern gleichermaßen genutzt. Einer der schönen Hinterhöfe des Stadtteils gehört zur Heerlein-und-Zindler-Stiftung, die gleich zwischen den ersten Häuserreihen der Koppel hinter einem großen Torbogen liegt. Die Wohnungen dort sind zum größten Teil an Senioren vergeben, doch auch einige jüngere Leute haben bereits den Weg in die versteckte Hinterhofsiedlung gefunden. In der ehemaligen Hausmeisterwohnung lebt heute der Sohn der Familie Hoffmann, die damals im Jahr 1977 in das vordere Haus einzog. Mit zwei kleinen Kindern gehören sie heute zu den jüngsten unter den Mietern.
„Am Wochenende ist hier viel los“, weiß auch Annemarie Elbeshausen, die vor sieben Jahren in die Koppel mit dem herrlichen Hinterhof zog. Ein wunderschönes Rosenbeet, uralte Bäume, die sogar während der Baumführungen durch den Stadtteil besucht werden, und viele Grünflächen zieren den Innenhof, in dem neben Eichhörnchen und Katzen auch seltene Vogelarten und Bienen umherschwirren. „Wir hören hier nicht einmal den Lärm von der Straße“, freut sich die Seniorin, die gern zusammen mit den anderen Frauen auf dem sogenannten Hexenplatz sitzt und sich über das Leben am Ort unterhält. „Wir kennen uns hier alle“, sagt sie. Anonymität ist hier kein Thema - deshalb lebt sie hier. An den Wochenenden wird es oft turbulent im Hinterhof der Heerlein-und-Zindler-Stiftung. Kinder fahren auf Laufrädern über die Gehwege, überall wird auf den Bänken über die Erlebnisse der Woche geredet und Besucher genau unter die Lupe genommen. „Wir haben hier einen der schönsten Wohnorte der Stadt“, da sind sich alle Bewohner einig. (kg)
Tag der offenen Tür: Donnerstag, 17. Oktober, 16-19 Uhr; Koppel 17; zindler-haus
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige