Suppenküche sucht Verstärkung

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Wer sich kein warmes Mittagessen leisten kann bekommt hier einen Teller warme Suppe, einen Tee und ein paar nette Worte mit auf den Weg

Anderen helfen macht stark

St. Georg. In der St. Georgs Kirche gleich neben dem Hauptbahnhof gibt es jeden Freitag warme Suppe für Bedürftige. Alle, die Obdachlos sind oder nicht genug Geld haben, um sich eine Mahlzeit am Mittag zu kaufen, die können hier umsonst essen und nebenbei mit anderen ins Gespräch kommen.
Im Anschluss gibt es noch ein paar Brote und alles das in die mitgebrachten Tüten, was angeliefert wurde. Sponsoren für die Hilfesuchenden sind große Hamburger Firmen und Hotels in Alsternähe, die für die warme Suppe sorgen. Mag auch der Name Suppenküche etwas unmodern klingen, so ist es doch eine der wichtigsten Institutionen rund um den Hauptbahnhof, der von vielen genutzt wird. „Ich komme jede Woche und treffe hier die alten Bekannten, die ich an den anderen Tagen aus den Augen verliere“, so ein Obdachloser, der sich auch über die Gesellschaft in der Kirche freut. Für eine Weile sei hier das Leben auf der Straße Vergangenheit. Eine warme Mahlzeit, ein paar freundliche Worte und Zuwendung sei fast mehr wert als das Essen selber. Das Besondere hier in der St. Georgs Kirche ist, dass jedem Gast das Essen am Tisch serviert wird. „Wie in einem Restaurant“, so ein Mitte Vierzigjähriger. Zwar stehen immer Suppen zur Auswahl und dazu etwas Brot, aber „wer bedient denn schon anderswo einen Obdachlosen?“. Die Einrichtung gibt es seit vielen Jahren, Jahrzehnten sogar, und manche der ehrenamtlichen Helfer sind schon von Beginn an dabei. „Ich wollte etwas Sinnvolles im Alter tun“, so eine Ehrenamtliche. Dringend gesucht werden jetzt männliche Helfer, die beim Tragen der Suppenkessel aktiv werden und auch den Eingangsbereich ein wenig unter Kontrolle halten. An der Tür, da müsse ein Mann stehen, um ein wenig Ordnung beim Eintreten zu gewähren. Die Arbeitszeit der Ehrenamtlichen ist immer freitags von 10 bis 13 Uhr und im Anschluss gibt es ein gemeinsames Kaffeetrinken. „Anderen helfen, das macht auch selber stark“, wissen die ehrenamtliche Tätigen, die hier in St. Georg denen die Suppe servieren, die anderswo ganz am Rande der Gesellschaft stehen. (kg)
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