„Tagwerk“ in St. Georg bietet kleine Jobs an

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Axel Fohrmann ist Leiter beim Tagwerk und ab sofort können Menschen die Arbeitsuchen, vorbeikommen Foto: Grell
Hamburg: Rostocker Straße 4 |

Das neue Projekt gibt Bedürftigen im Stadtteil mit kleiner Arbeit die Möglichkeit zum Zuverdienst

Von Karen Grell
St. Georg
In der Rostocker Straße Nummer 4 im Stadtteil St. Georg ist jetzt nach einigen Verzögerungen bei den Umbauarbeiten das Projekt „Tagwerk“ eingezogen (das Wochenblatt berichtete). Menschen, die sich in St. Georg aufhalten oder dort ihren Wohnsitz haben und nur über eine Grundsicherung nach dem SGB II verfügen, können beim Tagwerk zusätzlich 98 Euro im Monat verdienen. Für 1,40 Euro die Stunde werden hier einfache Arbeiten im Bereich Urban Gardening, Sauberkeit im Stadtteil oder kreatives Arbeiten im Bereich der Recycling-Produktentwicklung angeboten.

Kein Zwang


„Erste Nachfragen sind schon eingetroffen“, erklärt Axel Fohrmann, Leiter der neuen Institution des Trägers passage gGmbH. Finanziert durch die Stadt, sollen hier neue Möglichkeiten für Langzeitarbeitslose oder Menschen mit schwierigen Profilen gefunden werden, um für sie erste Schritte zurück ins Berufsleben aufzuzeigen. „Viele, die zu uns kommen können, sind Menschen, die in die Maßnahmen der Jobcenter gar nicht hineinpassen, bei denen von Anfang an ein geregelter Tagesablauf vorausgesetzt wird.“ Beim Tagwerk dagegen kann man so teilnehmen, wie es in die eigene Lebenslage gerade hineinpasst. Wer sich an einem Tag gleich mehrere Stunden zutraut, ist genauso beim Tagwerk willkommen, wie diejenigen, die erst ganz langsam mit wenigen Stunden beginnen möchten. „Es steckt kein Zwang dahinter und wir bieten auch Unterstützung in vielen anderen Bereichen an, in denen die Betroffenen unseren Rat brauchen“, so Fohrmann, der schon die ersten Helfer begrüßen konnte, die jetzt zunächst beim Ausbau der Räume geholfen haben. „Wenn das Wetter besser wird, sind wir auch im Stadtteil unterwegs“.

Niedrigschwelliges Angebot


Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration hat der Passage gGmbH die Trägerschaft für das Tagwerk St. Georg übertragen. Maximal 15 Stunden pro Woche können die Teilnehmer nun ab sofort hier arbeiten und das Betätigungsfeld liegt auf jeden Fall immer direkt im Stadtteil und soll im Bereich Urban Gardening liegen. Das Tagelohnkonzept soll vor allem Menschen erreichen, die schon aus anderen Rastern herausgefallen sind und ein niedrigschwelliges Angebot brauchen um überhaupt motiviert zu werden. Die Arbeit bei den Tagwerkern soll somit nur ein erster Schritt sein und vielleicht im Anschluss auch zu einer Neuorientierung auf dem Arbeitsmarkt führen. Institutionen, die Ideen haben, können sich auch gern bei den Tagwerkern melden. „Wir sind gespannt auf die nächsten Wochen“, so Fohrmann. Wer mitarbeiten möchte, kann täglich zwischen 10 und 15 Uhr vorbeikommen. Der Lohn wird immer täglich ausgezahlt.

Kontakt und weitere Infos: Tagwerk St. Georg, Rostocker Straße 4, Telefon 01573- 613 11 37 oder 0152- 23678584

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