Trauer um Hauptpastorin von St. Petri

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Der Tod der Hauptpastorin der St.Petri Kirche Martina Severin-Kaiser macht tief betroffen Foto: Oliver Fantitsch Photo: © Oliver Fantitsch, PF 201723, D-20207 HH, Deutschland, Tel: 040/562448, Tel: 0163/5405849, oliver@fantitsch.de

Martina Severin-Kaiser im Alter von 57 Jahren verstorben

City Am Freitag, 8. Juli ist Martina Severin-Kaiser plötzlich verstorben. Erst im vergangenen Dezember wurde sie in einem feierlichen Gottesdienst durch Hauptpastorin und Pröpstin Dr. Ulrike Murmann in ihr Amt als Hauptpastorin von St. Petri eingeführt. Als Hauptpastorin an der City-Kirche St. Petri hat Martina Severin-Kaiser am Ort der ältesten Pfarrkirche Hamburgs bereits im ersten halben Jahr ihres Wirkens viel Vertrauen erworben und für eine Aufbruchsstimmung gesorgt. Ihrem Ziel, einen Raum für alle offen zu halten, der eben nicht durch die Kräfte von Alltagspolitik und Wirtschaft geprägt wird, hatte sie schon sehr früh Bahn gelegt. Zu ihrer Einführung sagte Martina Severin-Kaiser: „Hier laden wir Menschen ein, mit dem unsichtbaren Grund unseres Lebens in Kontakt zu kommen.“ Zu dem Profil der Rathauskirche gehöre auch, dass in St. Petri Perspektiven für die Entwicklung Hamburgs als einer sozial verträglichen und lebenswerten Stadt entwickelt werden – und das gemeinsam mit Partnern aus Gesellschaft und Kirche. Hauptpastorin und Pröpstin Ulrike Murmann ist tief erschüttert und fassungslos über diesen plötzlichen Tod: „Mein Mitgefühl und meine Gedanken sind mit der Familie und allen, die um Martina Severin-Kaiser trauern. Wir alle, die wir mit ihr so kraftvoll in den letzten Monaten zusammengearbeitet haben, schließen sie und die Familie in unsere Fürbitte ein. Gottes Kraft und Segen mögen sie in dieser schweren Zeit begleiten.“ Die Pastoren und das Team von St. Petri sind ebenfalls tief betroffen. Sie verlieren durch den Tod von Martina Severin-Kaiser eine Weggefährtin und Freundin, die schon vor ihrem Amt als Hauptpastorin viele Jahre lang an St. Petri aktiv mitgewirkt hat. Geboren 1959 in Eutin verbrachte Martina Severin-Kaiser ihre Schulzeit in Lübeck. Nach dem Theologie- und Geschichtsstudium in Münster, Tübingen, Jerusalem und Hamburg arbeitete sie in Jerusalem in interreligiösen und christlich ökumenischen Initiativen. Für acht Jahre war sie im Anschluss Pastorin in Steilshoop. Dort war sie in der Frauenarbeit tätig, stellte die Arbeit mit Senioren auf neue Beine und war in der Entwicklung des Stadtteils engagiert. Von 1996-2004 leitete sie die deutschsprachige evangelische Gemeinde in Brüssel und in der Wallonie. Sie öffnete in Stellenteilung mit ihrem Mann die Gemeinde im internationalen Umfeld als Diskussionsforum im vorpolitischen Raum und als offenen Ort für junge Menschen und Familien. Während dieser Zeit war sie als Delegierte der Konferenz europäischer Kirchen an gemeinsamen Projekten der internationalen Ökumene und in Gremien der Europäischen Institutionen im interreligiösen Gespräch beteiligt. Seit 2004 hat Martina Severin-Kaiser als Ökumenebeauftragte der Nordkirche besonders die Zusammenarbeit mit den vielen Gemeinden anderer Sprache und Herkunft im Bereich der Nordkirche gestaltet. Ihr plötzliches Versterben bedeutet für alle einen unendlich großen Verlust. (kg)
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