Verlässlicher Partner der Verkehrspolitik

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15,5 Millionen Euro hat der neue Hauptsitz des ADACs in Hammerbrook gekostet Foto: Pahl
 
Hell, lichtdurchflutet und mit futuristischer Anmutung: das neue ADAC-Reise- und Servicecenter im Erdgeschoß des Neubaus Foto: Schlichtmann

ADAC bezieht Neubau an der Amsinckstraße. Altbau weicht einem Luxushotel

Von Klaus Schlichtmann
Hammerbrook. Das war ein Grund zum Feiern: Bereits gut ein Jahr nach der Grundsteinlegung ist jetzt das neue Hauptgebäude des ADAC an der Amsinckstraße von den 90 Mitarbeitern bezogen worden. Doch bevor das siebenstöckige Gebäude vor zwei Tagen offiziell für den Publikumsverkehr geöffnet wurde, gab‘s für rund 280 geladene Gäste eine Einweihungs-Party auf allen Etagen, gefolgt von zwei Tagen der offenen Tür mit einem bunten Rahmen-Programm für alle Hamburger.
Unter den Ehrengästen war auch Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz. In seinem Grußwort lobte er den ADAC als verlässlichen und wichtigen Partner in der Verkehrspolitik, der sich um klare Positionen und Diskussionen nie gescheut hat. Er ging aber auch ambivalent auf das Thema ein, etwa mit den Worten: Straßen verbinden die Menschen. Aber Straßen sind es auch, die Stadtteile trennen und knappen, städtischen Raum verbrauchen. Lobende Worte fand Olaf Scholz in diesem Zusammenhang für die ab 2014 vorgesehene Deckelung der A 7 vor dem Elbtunnel, die Ortsteile wieder zusammen führe.
Nicht ohne Stolz trat Olaf Demuth, Vorstand der ausführenden Baufirma Züblin, vor die Gäste, unter ihnen auch Dr. August Markl, Vizepräsident des ADAC aus München. In seiner Ansprache dankte er allen Beteiligen, dass zum einen die kalkulierten Baukosten (ca. 15,5 Millionen Euro) eingehalten wurden. Und insbesondere: Dass der Neubau trotz eines Bombenfundes auf der Baustelle und insgesamt 46 Schlechtwetter-Tagen im langen Winter planmäßig fertig gestellt wurde. Augenzwinckernder Seitenhieb am Rande: TV-Moderator Marc Bator, der durch das Programm führte, wollte vom ADAC-Geschäftsführer Carsten Bohnsack wissen, ob er denn zufrieden sei mit dem Neubau. „Grundsätzlich natürlich“, wandte der sich lächelnd an Martin Murphy vom beauftragten Architekturbüro „Störmer, Murphy and Partner“. „Aber es ist nicht optimal, dass wir im Untergeschoß Stellplätze für 77 Autos haben, aber noch keine Rampe, um diese zu erreichen ...“
Das hat allerdings seinen Grund: In diesen Tagen wird mit dem Abriss des alten ADAC-Gebäudes aus den 70er Jahren begonnen. An seiner Stelle lässt der Automobilclub in den nächsten zwei Jahren für rund 20 Millionen Euro ein elfstöckiges Vier-Sterne-Hotel mit 256 Zimmern und Suiten errichten, das dann von der Ramada-Gruppe betrieben wird. Und sowie der Bodenaushub für diesen Hotel-Neubau abgeschlossen ist, wird  nebenan auch eine Rampe für die ADAC-Garage gebaut. „Dies sei das technisch und kostenmäßig sinnvollste Vorgehen“, erklärte Architekt Murphy.
Im Anschluss an den offiziellen Teil der Feier konnten die Gäste dann alle Etagen des Neubau erobern und erkunden. Kabarettist Michael Frowin sorgte mit seinem frechen, kurzweiligen Bühnenauftritt für manche Lacher („Bei der Wahl des Partners müsste man eigentlich wie beim Autokauf üblich auch ‚mal eine Probefahrt machen“). Die Streetband „Tätärä“ sorgte mit Pauke, Saxophonen und Trompeten für musikalische Stimmung, eine Karikaturistin zeichnete ironisch interpretierte Portraits der Anwesenden, auf einer überdimensionalen Carrera-Rennbahn ging es auf zwölf Metern um Punkte für den Challenge-Pokal. Im weißen, großen und futuristisch anmutenden Service- und Reisecenter verabschiedete Moderator Marc Bator schließlich die Gäste im neuen ADAC-Haus.
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