Viel gegeben, viel bekommen

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Nicola Kähler während ihrer Zeit im Kinderheim Valle Feliz Foto: wb

Hamburgerin Nicola Kähler engagierte sich ein Jahr lang in sozialen Projekten in Ecuador

Von Thomas Oldach
Hamburg-Nord
Diese Erfahrungen kann ihr niemand nehmen – und sie werden sie ihr Leben lang begleiten. Denn wer ein Jahr lang in Ecuador gelebt und gearbeitet hat, der vergisst diese Zeit wohl nie. Nicola Kähler hat es gemacht – und 7.700 Kilometer Luftlinie entfernt von ihrem Elternhaus angepackt, um anderen zu helfen und für sich selbst etwas zu lernen. Ihr Fazit: „So einen Aufenthalt kann ich nur jedem interessierten Menschen in meinem Alter empfehlen. Wer kreativ, offen und neugierig ist, kann damit nur gewinnen.“ Im August vergangenen Jahres war die heute 20-Jährige aufgebrochen. Mit Hilfe des Kolping Jugendgemeinschaftsdienstes (JGD) sowie des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) flog Nicola Kähler im August vergangenen Jahres nach Ecuador (16 Millionen Einwohner). Vorher hatte sie mindestens 2.650 Euro an Spenden einsammeln müssen. Auch ein Aufruf im Hamburger Wochenblatt half dabei. „Deshalb möchte ich mich auch sehr herzlich bei den Leserinnen und Lesern des Wochenblatts für ihre Zuwendungen bedanken“, sagt Nicola Kähler.

Kinderheim Valle Feliz

Den ersten Teil ihres „Abenteuers“ verbrachte die junge Frau im Kinderheim Valle Feliz in Santo Domingo, wo sie sich um Kinder im Alter von zwei bis 17 Jahren gekümmert hat – Voll- oder Halbwaisen oder junge Menschen aus sozial problematischen Familien. „Eine beeindruckende Zeit, in der ich soziale Probleme bewusst erlebt habe“, sagt die 20-Jährige, die fließend Spanisch spricht. Zumal das gesamte Jahr auch unter dem Motto „Lernen durch tatkräftiges Helfen“ stand. Den zweiten Teil ihrer Zeit war Nicola Kähler im Einsatz für ein Kultur-Management-Projekt in Santa Domingo, wohnte deshalb auch bei einer Gastfamilie und nicht mehr im Kinderheim. Dafür war sie in Bibliotheken unterwegs und gab sogar Kunstkurse an Schulen für Kinder im Alter von sechs bis 19 Jahren.

Studium der Kulturwissenschaften

Doch es gab nicht nur Arbeit – schließlich sollten auch fünf Wochen Urlaub „überstanden“ werden. Gut zwei davon wurde sie dabei von ihren aus Hamburg angereisten Eltern begleitet. Da ging es dann auch in die im Andenhochland auf 2850 Metern gelegene Hauptstadt Quito. „Wenn man dort eine Stadtbesichtigung macht, bekommt man schnell Atemnot“, sagt Nicola Kähler: „Aber dieses Land zwischen Kolumbien und Peru ist einfach sehenswert. Dahin werde ich auf jeden Fall irgendwann zurückkehren.“Zunächst aber ist ihr Fokus auf die Universität Lüneburg gerichtet. Dort steigt sie Anfang Oktober ins Studium der Kulturwissenschaften ein – schlägt also genau den Weg ein, den sie vor einem Jahr gegenüber dem Wochenblatt bereits skizziert hatte. Nicola Kähler ist eben eine Frau, die weiß, was sie will.

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