Wer ist dieser Mann?

Anzeige
Bischof Ansgar auf der Trostbrücke. Die Skulptur von Engelbert Pfeiffer zeigt den ersten Erzbischof Hamburgs Foto: Hanke

Mini-Serie über Blickfänge Hamburgs

City. Ausdrucksstarke Figuren, kunstvolle Fassaden: an vielen Stellen Hamburgs fallen dem Betrachter besondere Elemente auf. Doch was sich dahinter verbirgt, erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Das WochenBlatt startet eine lockere Serie unter dem Titel „Blickfang in Hamburg“ - und erklärt diesmal einen steinernen Herrn an der Trostbrücke...
Stolz und entschlossen blickt er, der Herr auf dem Sockel an der Nordseite der Trostbrücke. Selbstbewusst trägt er eine Kirche in der Linken und den Hirtenstab in der Rechten, der ihn als Mann der Kirche ausweist. Locker fällt das Gewand in Falten. An der Kopfbedeckung erkennt man den Bischof. So stellte sich Bildhauer Engelbert Pfeiffer (1830-1896) einen der wegweisenden Männer der frühesten Geschichte Hamburgs vor, Bischof Ansgar (801-865), den Apostel des Nordens, der im 9. Jahrhundert als Erzbischof in Hamburg wirkte. Er war der erste Würdenträger des 831 oder 834 gegründeten Erzbistums Hamburg. Weil Hamburg damals an der Nordgrenze des Frankenreiches lag, wurde es ständig von Slawen oder Wikingern überfallen. So auch 845, als die Siedlung vollständig verwüstet wurde. Daraufhin zog sich Ansgar nach Bremen zurück. Ansgar, über den wenig bekannt ist, hat bis zu seinem Tode an der Weser gewirkt. Immerhin wissen wir, dass er ein mutiger Mann war, der kein Risiko in der Missionsarbeit scheute. Seine Skulptur steht auf der Trostbrücke, weil diese die beiden ältesten Teile Hamburgs verbindet, die erzbischöfliche Stadt um die Petrikirche, und die gräfliche Neustadt um die Nikolaikirche. (ch)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige