Wo Müll zur schicken Mode wird

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Sandra Ritter macht Mode aus Müll und hat bereits ihr eigenes Label gegründetFoto: Grell

Gründerwoche in der Rathauspassage zeigt viele neue Ideen

Hamburg. In der Rathauspassage findet im November eine Gründerwoche statt, in der junge Existenzgründer ihre Ideen und Produkte vorstellen können.
Eine der Künstlerinnen, die hier ihre Kreativität unter den Aspekten sozial, fair und nachhaltig präsentieren wird, ist die Studentin Sandra Ritter (26). „Upcycling“ heißt ihr Thema und beinhaltet die Verarbeitung von Materialien, die andere als Müll bezeichnen würden.

Perfektes Material

Kaputte Schallplatten, Fahrradschläuche und der Inhalt von Videokassetten bieten ihr perfektes Produktionsmaterial, das sie zu Handtaschen, Kleidern und Jacken verarbeitet. Im sechsten Semester an der HAW hat sie beim Studium für Modedesign bereits ein eigenes Label entworfen und ihm den Namen K681 gegeben. Kein Zufallstreffer, sondern die Nummer, die ihre Großmutter im Altersheim tragen musste. Mode aus Recycling-Materialen zu produzieren ist ihr ein besonderes Anliegen, weil sie nachhaltig sein möchte mit dem, was sie tut. Den meisten anderen Designern sei das nicht so wichtig, vermutet die junge Studentin, für sie hingegen ist der Weg der Herstellung so bedeutend, dass sie demnächst Zeit in Indien verbringen möchte, um die Hintergründe der Produktionsketten weltweit zu verstehen.

Raum für Licht und Ton

Ihre eigene Kreation, eine schrille CD als Kette, ein Fahrradschlauch als Umhängetasche und eine verstrickte Videokassette als elegante Abendtasche, bietet allen Grund zur Aufmerksamkeit. Licht und Ton sollen in
ihrer Mode Raum bekommen und ob es nun die leuchtenden Elemente eines ihrer Kleider sind oder die verstrickten
Tonträger, alles dreht sich
bei Sandra Ritter und diese Elemente.
Mode aus Müll zu fertigen ist jetzt ihr Thema und die eindringliche Frage „Was ist denn eigentlich Müll?“, die Sandra Ritter auf ihre Weise beantworten will. (kg)

Gründerwoche in der Rathauspassage, 18 bis 24. November, 20.11. von 16 – 18 Uhr
Kommunikationscafe, gruenderwoche
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