Hamburger Hafen duftet nach Parfüm

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Der Zoll stellte rund 10.400 Liter gefälschtes Parfüm sicher Foto: Zoll/citynewstv.de

104.000 Flakon-Fälschungen vom Zoll sichergestellt

Hamburg-City Produktpiraten sind erneut am Hamburger Zoll gescheitert. Gleich drei Container – beladen mit rund 104.000 Flakons nachgeahmten Parfüms – konnten Zöllner aus dem Verkehr ziehen. Die stark duftende Ware sollte aus China über Hamburg nach Ungarn gelangen. Dank der Aufmerksamkeit und des guten „Riechers“ der Zollfahnder wurden die drei Container für eine Kontrolle in der Containerprüfanlage beim Zollamt Waltershof selektiert. Hinter einer Tarnladung von Uhren und Lampen versuchten die Täter die imitierte Ware am Zoll vorbeizuschmuggeln.

10.400 Liter gefälschtes Parfüm

Ungewöhnlich dabei war, dass hinter der Tarnladung eine blickdichte Folie aus Kunststoff gespannt und an der Containerwand verklebt wurde. Offensichtlich sollte so das intensiv duftende Schmuggelgut vor den Zöllnern versteckt werden. Nach der Entladung der verschiedenen Produkte und der Beseitigung der fingierten Rückwand, kamen die gefälschten Flakons namhafter Hersteller wie „Lancôme“, „Hermès“, „Dior“ und „Yves Saint Laurent“ zum Vorschein.
„Schüttet man das gesamte gefälschte Parfüm zusammen, kann man rund 1.000 hausgebräuchliche 10 Liter Eimer damit befüllen“, so Udo Storch, Sprecher des Hauptzollamtes Hamburg-Hafen. Bei den knapp 10.400 Litern Parfüm handelte es sich um gefälschte, minderwertige Ware. Der verhinderte wirtschaftliche Schaden beläuft sich auf geschätzte 8,5 Millionen Euro. „Hier ist dem Zoll wieder ein bedeutender Schlag gegen international tätige Produktpiraten gelungen. Damit schützen wir effektiv die heimische Wirtschaft und die Verbraucher in Europa vor gefälschten Produkten“, so der Pressesprecher des Zollfahndungsamtes Hamburg, Stephan Meyns. Die Fälschungen werden nach Ablauf aller Fristen vernichtet.

Gefahr für Arbeitsplätze

Die Marken- und Produktpiraterie ist ein Hemmschuh für fairen Wettbewerb und Arbeitsplätze. Nicht nur deutsche Unternehmen sehen sich mit dem Problem konfrontiert, dass ihre hochwertigen Produkte kopiert und zu wesentlich geringeren Herstellungskosten und überwiegend geringer Qualität unter Ausnutzung billiger Arbeitskräfte auf dem europäischen Markt verkauft werden. Der Zoll versucht, für fairen Wettbewerb zu sorgen. (citynewstv.de)
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2 Kommentare
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Rainer Stelling aus St. Georg | 10.12.2016 | 12:01  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 11.12.2016 | 12:03  
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