Prozess gegen Rabauken-Schaffner

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Der Prozess gegen den Zugbegleiter, der eine Frau aus dem Zug gestoßen haben soll, wird Mitte Juni forgesetzt Symbolfoto: thinkstock

Zugbegleiter soll Frau aus dem Zug gestoßen haben

St. Georg „Körperverletzung!“ so lautet der Vorwurf gegen Zugbegleiter Niels S. (37). Er soll die Sozialpädagogin Mahboobeh H. (41), die am 23. Oktober um 12.43 Uhr am Hamburger Hauptbahnhof noch eilig in den abfahrbereiten Regionalexpress nach Neumünster einsteigen wollte, aus dem Zug gestoßen haben. Die Frau erlitt Blutergüsse am linken Ellenbogen und am linken Knie sowie eine Verletzung der rechten Hand. Der Angeklagte, der sich zur Zeit vor dem Amtsgericht St. Georg verantworten muss, bestreitet nicht, dass er die Frau leicht gegen den Oberkörper gestoßen hat. Er erklärt aber: „Der Zug war schon angefahren. Deshalb durfte ich sie nicht mehr einsteigen lassen. Ich hätte sonst gegen die Bahnvorschrift verstoßen. Es bestand die Gefahr, dass sie zwischen den Türen eingeklemmt worden wäre.“
Die Sozialpädagogin behauptet dagegen: „Der Zug stand noch. Die Tür war offen. Er sagte: Du nicht – und stieß mich dann aus dem Zug. Ich hätte tot sein können, wenn ich in das Gleisbett gerollt wäre.“ Und sie beteuert: „Ich springe nicht auf einen anfahrenden Zug. Ich bin doch nicht lebensmüde!“
Nach dem Sturz der Frau stoppte der Zug. Die Polizei wurde gerufen, der Vorfall aufgenommen. Mit einer Verspätung von rund 30 Minuten konnte der Zug dann endlich nach Neumünster rollen. Der Prozess wird fortgesetzt. Urteil voraussichtlich am 15. Juni. (je)
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