Die Paddler aus der Schwanenbucht

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Lisa fühlt sich im Paddelboot pudelwohl. Die Vierjährige darf ihren Vater manchmal begleiten. Fotos: Thomas Hoyer
 
Mit diesem 6er-Mannschaftskandier „Charly“ stechen die Wanderpaddler des HKC in See.

Großes Sommerfest beim Wassersportverein

von Thomas Hoyer
HOHENFELDE. Der Wettergott hatte es am vergangenen Sonntag mit dem Hamburger Kanu Club wirklich gut gemeint. Beim diesjährigen Sommerfest, in dessen Rahmen der Wasserportverein aus der Schwanenbucht zu einem „Tag der offenen Tür“ eingeladen hatte, schien fast immer die Sonne. Und so konnten die Verantwortlichen nicht nur zahlreiche Mitglieder begrüßen, sondern auch große und kleine Gäste, die sich über den Verein und seine Angebote informieren wollten.
Das Paddeln im Hamburger Kanu Club erfreut sich steigender Beliebtheit. Der 1928 gegründete Verein zählt mittlerweile fast 400 Mitglieder, ein bemerkenswerter Zuwachs von über 50 Prozent in den vergangenen fünf Jahren, wobei allerdings bedauerlich ist, dass immer noch zu wenige Kinder und Jugendliche den Weg zum Paddelsport finden. Ihr Anteil beträgt gerade einmal zehn Prozent. „Es gibt einfach ein Überangebot an Freizeitmöglichkeiten“, so Sven Braasch, Zweiter Vorsitzender des HKC. „Hinzu kommt der Nachmittagsunterricht an den Schulen, der uns ebenfalls einige Mädchen und Jungen kosten dürfte.“
Paddeln kann auf ganz unterschiedliche Weise betrieben werden. Ein echter Mannschaftssport ist das attraktive Kanupolo, bei dem es ganz schön zur Sache geht.
Die von Bettina Karstens geleitete Abteilung, der 45 Mitglieder angehören, stellt für den Punktspielbetrieb je ein Herren-, Damen- und Jugendteam. Eine besondere Form von Geselligkeit und Bewegung in der Natur bietet der Kanuwandersport mit zahlreichen Tagesfahrten, aber auch größeren Ausflügen auf die Elbe oder sogar Reisen wie im letzten Jahr nach Finnland, wo einige HKC-Mitglieder auf Seen und in Fjorden unterwegs waren. Der von Wanderwart Heinz Tacke geführten Sparte gehört ein harter Kern von etwa 25 Aktiven an, darunter auch viele ältere Damen und Herren, die gerne mit dem mehr als 55 Jahre alten 10er-Mannschaftsboot „Elbstromer“ auf Hamburgs idyllischen Wasserstraßen paddeln.“ Eine kleine ambitionierte Gruppe im HKC bilden die Rennsportler, die an diversen Regatten teilnehmen. Im vergangenen Jahr belegten Britta Hansch und Arne Bandholz bei den Norddeutschen Marathon Meisterschaften in Neumünster in ihrer jeweiligen Klasse den ersten Platz. Derzeit freuen sich Rennsportwart Arne Bandholz und seine Mitstreiter auf die diesjährigen Titelkämpfe, die im Juli in Allermöhe stattfinden. Der HKC verfügt über ein etwa 1500 Quadratmeter großes, von der Stadt gepachtetes Areal an der Barcastraße, auf dem ein kombiniertes, Anfang der 1950-er Jahre in Eigenarbeit gebautes Club- und Bootshaus sowie eine weitere Lagerhalle stehen. Besonders stolz ist der Verein darauf, dass man von den etwa 240 Booten rund 75 Kanadier und Kajaks sein Eigen nennen darf. „Unser Bestand, der vom Einer bis zum Zehner in verschiedenen Variationen reicht, bietet genügend Kapazitäten für jedes Vereinsmitglied“, so Sven Braasch. Und das bei ausgesprochen moderaten Beiträgen: Erwachsene zahlen gerade einmal 150 Euro im Jahr, während Kinder und Jugendliche für 60 Euro in „See stechen“ können (Familien 240 Euro). Mädchen und Jungen unter zehn Jahren sind sogar beitragsfrei, wenn ein Elternteil dem HKC angehört.

Während der großen Ferien veranstaltet der sympathische Verein aus der Schwanenbucht, benannt nach dem früheren Winterquartier der Schwäne, über die Ferienpassaktion zwei Paddelkurse mit je drei Übungseinheiten für zehn- bis 16-jährige Mädchen und Jungen, deren Teilnahme 15 Euro kosten (26.6.-10.7., Di. 16-18 Uhr/ 18.7.-1.8., Mi. 16-18 Uhr). Mehr Infos über den HKC auf der Homepage des Clubs, der telefonisch unter 220 90 05 erreichbar ist (Mo. + Do. ab 18 Uhr)
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