Hamburg: Wieder Wochenmarkt in Steilshoop?

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Ein Wochenmarkt kann das Gemeinschaftsgefühl stärken, wie unser Symbolbild zeigt. Bekommt Steilshoop wieder einen Markt? F.:thinkstock

Bezirkspolitiker sehen Chancen durch neue Flächen

Hamburg. Gibt es bald wieder einen Wochenmarkt in Steilshoop? Die rot-grüne Koalition in Wandsbek setzt sich jedenfalls dafür ein. Im Zentrum von Steilshoop soll wieder ein Wochenmarkt, der seit 2011 nicht mehr durchgeführt wird, etabliert werden.
Aus rot-grüner Sicht haben Wochenmärkte eine wichtige Funktion. „Sie dienten nicht nur der Versorgung mit hochwertigen regionalen Lebensmitteln und anderen Produkten, sondern seien auch wichtige Treffpunkte, die das Gemeinschaftsgefühl stärken.“ Bereits in ihrer Koalitionsvereinbarung 2011 haben sich SPD und Grüne daher für den Erhalt eines breiten und attraktiven Marktangebots ausgesprochen.

Aufwertung durch Neugestaltung

„Gerade in einem Quartier wie Steilshoop ist ein Wochenmarkt ein wertvoller Bestandteil des öffentlichen Lebens“, so Dennis Paustian-Döscher, sozialpolitischer Sprecher der grünen Bezirksfraktion in Wandsbek und Vorsitzender des Regionalausschusses Bramfeld, Steilshoop, Farmsen-Berne.Die Verwaltung möchte die neu zu gestalteten Flächen ohne die technischen Voraussetzungen für einen Markt gestalten und begründet ihre Entscheidung mit einem Schreiben des Landesverbandes des Ambulanten Gewerbes und Schausteller e.V. (LAGS). In dem es heißt, es gebe in Steilshoop keine Nachfrage für einen Wochenmarkt.
„Aus unserer Sicht wird dabei übersehen, dass Steilshoop mit dem Bau des Campus Steilshoop und der Neugestaltung des Quartierszentrums in naher Zukunft deutlich aufgewertet wird und sich die Voraussetzungen für einen Markt dadurch verbessern werden“, so Carsten Heeder, Fachsprecher für Stadtteilentwicklung der SPD-Bezirksfraktion und Regionalsprecher für Bramfeld, Steilshoop, Farmsen-Berne.

Parteien ziehen an einem Strang

Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern von Verwaltung, Marktbeschickern, Stadtteilbeirat und Regionalausschuss soll nun ein tragfähiges Konzept für einen funktionierenden Wochenmarkt entwickeln.Schützenhilfe bekommt Rot-Grün dabei von der CDU: „Die CDU teilt die Auffassung, dass ein Wochenmarkt ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Lebens und identitätsstiftend für den Stadtteil ist. Allerdings kann ein Wochenmarkt nur funktionieren, wenn das Verhältnis von Angebot und Nachfrage stimmt. Er kann nicht einfach angeordnet werden“, sagt Thomas Kreuzmann. „Ich habe die Entwicklung des Wochenmarktes in Steilshoop seit fast zehn Jahren mit großer Sorge begleitet, denn erst nach der Ansiedlung neuer Einkaufsflächen und dem Umbau des Einkaufszentrums ist der Wochenmarkt in große Not geraten. Es gab immer weniger Standflächenangebote für die Betreiber. Ihnen wurde der Standort an dem der jetzige Aldi-Markt errichtet wurde durch bezirkliche Beschlüsse im wahrsten Sinne des Wortes unter den Füßen weggezogen.“ Nun sei es an der Zeit, Nägel mit Köpfen zum machen und ein tragfähiges Angebot für die Menschen in Steilshoop zu erarbeiten.
Was sagen die Steilshooper dazu? Schreiben Sie Ihre Meinung an wbv.redaktion@hamburger-wochenblatt.de oder Pappelallee 28, 22089 Hamburg (wb)
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