Ein Moorpark für alle Jenfelder

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Elke Gäth, Bianca Sukrow und Heiko Künne (v.l.) laden alle Jenfelder dazu ein, sich an der Gestaltung des Moorparks zu beteiligen Foto: nik
Hamburg: Jenfelder Moorpark |

Großer Garten, Spielplatz, Ruheraum: Erste Ideen für Nutzung des Geländes

Von Nicole Kuchenbecker
Jenfeld
Ein rund 2000 Quadratmeter großer Gemeinschaftsgarten, Blumenwiese, behindertengerechte Spielmöglichkeiten auf einem neu gestalteten Spielplatz mit Wasser- und Sandareal, viele Bänke mit Rücken- und Seitenlehnen, eine sichtbare Verbindung zwischen den zwei Parkteilen und ganz viel gemeinschaftliches Engagement. Das wünschen sich die Jenfelder für den Moorpark, der mit Schließung des Flüchtlingscamps neu gestaltet werden soll. Es war ein erstes Treffen, an dem sich rund 25 Jenfelder beteiligten (das Wochenblat berichtete). Darunter direkte Nachbarn, Ur-Jenfelder und gerade neu zugezogene wie Lucia Rann. Auch sie zeigte großes Interesse an der Aktion, zu der Bianca Sukrow, Elke Gäth und Heiko Künne als Projektgruppe „Grüne Mitte Jenfeld“ eingeladen hatten.

Rollstuhlgerechte Spielmöglichkeiten

Sie haben sich in Kooperation mit Vereinen, Institutionen, Schulen und Anwohnern die Neugestaltung des Moorparks auf die Fahnen geschrieben. Lucia Rann ist begeistert von den Ideen: „Ich finde besonders die Blumenwiese und die Open-Air-Bühne gut." Aber auch die anderen Vorschläge bekamen viel Zuspruch. Wie auch der von Matthias Reichmann, einem Ur-Jenfelder, der sich als Krankentransportfahrer für ältere und gehandicapte Menschen in der Diskussionsrunde vom vergangenen Wochenende stark machte. Er regte an, bei der Gestaltung eines Spielplatzes auch an rollstuhlgerechte Spielmöglichkeiten zu denken.

Flüchtlingscamp wird abgebaut

Engagement war gefragt. Und das nicht nur von den Ehrenamtlern Elke Gäth und Bianca Sukrow, die im Jenfeld-Haus die Ehrenamtsprechstunde betreuen, oder von Heiko Künne, der die Bewohner eines Inklusionsprojektes an der Jenfelder Au für das Hamburger Lebenshilfewerk unterstützt. Auch Stefan Amelung war so begeistert, dass er die Gestaltung einer Homepage für die Projektgruppe „Grüne Mitte Jenfeld“ übernehmen möchte. Er wohnt direkt am Moorpark und schaut derzeit aus seinem Schlafzimmerfenster auf das Flüchtlingscamp. Um genau dieses Camp wird es in den kommenden Wochen gehen. Nach dem am 30. September beginnenden Abbau der Einrichtung wird der Park neu gestaltet werden müssen. Damit die Jenfelder Anwohner selbst dabei mitwirken können, hat sich die Projektgruppe, an der jeder mitwirken kann, gegründet. Erste Gespräche mit Politikern und dem Bezirk Wandsbek sind bereits positiv verlaufen.

Weitere Ideen gesucht

Wer sich bei dem Projekt engagieren möchte, kann sich per E-Mail an die zwei Koordinatorinnen Elke Gäth und Bianca Sukrow per Email unter engagement@jenfeld-haus.de wenden

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