Teamplayer an der OHS in Jenfeld

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Hamburg: Jenfelder Allee 53 |

Neuer Schulleiter Philipp Scholz will Inklusion weiter optimieren

Von Siegmund Menzel
Jenfeld
Renate Wiegandt hat in ihrer über 15-jährigen Arbeit als Schulleiterin der Otto-Hahn-Schule Jenfeld (OHS) große Fußstapfen hinterlassen (das Wochenblatt berichtete). Nachfolger Philipp Scholz sieht es ebenso. Deshalb habe er lange gezögert, reichte die Bewerbung aber letztendlich „wegen der reizvollen Aufgabe“ ein. Er übernimmt eine funktionierende und auch finanziell gut aufgestellte Stadtteilschule mit gymnasialer Oberstufe, die weit über die Jenfelder Grenzen hinaus wertgeschätzt wird. Auszeichnungen wie „Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung 2015-2018“ und „Starke Schule“ sprechen Bände.

Guter Unterricht


Der 39-jährige Familienvater arbeitet seit wenigen Wochen als OHS-Schulleiter, kam vom Gymnasium Marienthal, wo er seit 2013 als Stellvertreter tätig war. Man lerne jetzt täglich dazu, mache sich mit neuen Dingen vertraut, kenne noch längst nicht alle der etwa 150 Lehrer und Sonderpädagogen. An der Otto-Hahn-Schule werden etwa 1400 Schüler aus rund 30 Nationen unterrichtet. Dabei handelt es sich um 65 Klassen der Stufen 5 bis 13, darunter Vorbereitungsklassen mit Flüchtlingen. An dieser Einrichtung sei das Abitur eine von mehreren Schulabschlüssen, nennt Philipp Scholz einen Unterschied zum Gymnasium Marienthal. Er gehört wohl zu den jüngsten Schulleitern in Hamburg, ist dankbar für die Chance, eine derartig große Schule zu leiten. Es gehe in der täglichen Arbeit um das Kerngeschäft, das auf einen guten Unterricht zielt, betont der Pädagoge. Er habe bereits großartige Kollegen kennengelernt. Man befinde sich noch in der Kennenlernphase. Das sieht Schulbüroleiterin Kirsten Dresel ähnlich: Herr Scholz habe „ein Ohr für Probleme“, so der erste Eindruck. Björn Wißmach aus der Fachleitung Sport hat bereits intensiver mit dem Schulleiter zusammengearbeitet, denn die OHS hat kürzlich mit dem Wandsbeker TSV Concordia einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Herr Scholz sei gesprächsbereit und interessiert.

Aktiver Hockeyspieler


Der gebürtige Hamburger aus Rahlstedt hatte sich schon sehr früh für eine pädagogische Laufbahn entschieden. Interesse weckte seine Mutter, die selbst Lehrerin war. Als junger Mann trainierte Scholz jugendliche Hockeyspieler, seinen Zivildienst absolvierte er in einer Körperbehindertenschule. Nach Abitur in der Hansestadt und Studium in den Fächern Germanistik und Sozialwissenschaften in Köln waren Gymnasien in Poppenbüttel, Oldenfelde und Marienthal weitere Stationen. Nun möchte der Vater von zwei Söhnen, der sich in seiner Freizeit ehrenamtlich im Rahlstedter Hockey- und Tennis-Club (RHTC) engagiert, das Werk von Renate Wiegandt fortsetzen. Auch er sieht in der Optimierung der Inklusion sowie in der Integration von Flüchtlingen Schwerpunkte für die OHS. Die Stabilisierung einer heterogenen Schülerschaft sei die Herausforderung der Zukunft.

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