Hamburger Graphic Novel Tage

Nächster Termin: 29.05.2017 bis 01.06.2017

Wo? Schwanenwik 38, Schwanenwik 38, 22087 Hamburg DE
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Christoph Niemann eröffnet gemeinsam mit dem Zeichner Blexbolex aus Frankreich das Comicfestival „Sprechende Bilder“ im Literaturhaus Foto: Hörmann
Hamburg: Schwanenwik 38 |

Großes Comicfestival im Literaturhaus Hamburg Ende Mai. Christoph Niemann ist auch dabei

Von Stefanie Hörmann
Uhlenhorst
Internationale Comic-Künstler treffen vom 29. Mai bis 1. Juni im Literaturhaus auf deutsche Kollegen – das Konzept der„Hamburger Graphic Novel Tage“ ist schon Tradition. Bereits zum sechsten Mal steht das Haus am Schwanenwik ganz im Zeichen der neunten Kunst. Den Auftakt am Montag, 29. Mai, übernehmen zwei Illustratoren von internationalem Rang. Der Franzose Blexbolex, dessen piktogrammatische Phantasik weltweit Furore macht und Christoph Niemann aus Berlin, Schöpfer autobiografisch inspirierter Bildreportagen, sprechen über die Vor- und Nachteile von Bildergeschichten gegenüber Einzelzeichnungen.

Paco Roca und Tobi Dahmen


Am Dienstag, 30. Mai, treffen Paco Roca aus Spanien und der Frankfurter Tobi Dahmen aufeinander. Die beiden sind Comiczeichner, die Zeitgeschichte in Bildergeschichten mit sehr persönlichen Inhalten verwandeln. Tobi Dahmen hat sein Buch „Fahrradmod“ im Gepäck, ein Comic über seine Jugend auf dem Land in den 1980er und 90er Jahren, damals waren die Jugendgruppen „Mods“ und „Skinheads“ angesagt. „Waschechte Mods fahren eigentlich Roller“, erzählt Dahmen, „den konnte ich mir aber nicht leisten. Wir nannten uns also im Scherz ‚Fahrradmods’, wir wollten so gerne cool sein!“ Sein Comic hält ein Stück Zeitgeschichte fest und das ist auch das Thema des Gesprächs im Literaturhaus: „Vergangenheit braucht Vergegenwärtigung“.

Lesungen, Gespräche und Signierstunden


Am Mittwoch, 31. Mai, kommen zwei Frauen zu Wort: Sydney Padua aus London und Anna Haifisch aus Leipzig. Ihr Thema lautet „Prominenz statt Phantastik“, beide befassen sich in ihren Büchern mit Prominenten. Padua veröffentlichte eine Biografie zweier Pioniere der künstlichen Intelligenz, Ada Lovelace und Charles Babbage. Die Leipziger Zeichnerin Anna Haifisch brachte bei einem imaginären Klinikaufenthalt Walt Disney, Saul Steinberg und Tomi Ungerer zusammen („Von Spatz“). Zum Abschluss des Festivals begegnen sich die Pariser Comiczeichnerin Zeina Abirached und Simon Schwartz aus Hamburg. Beide greifen in ihren Graphic Novels politische und historische Stoffe auf. Zeina Abirached erzählt von ihrer libanesischen Familiengeschichte („Piano Oriental“) und Simon Schwartz entführt seine Leser in „Packeis“ in die Arktis und lässt dort als ersten Menschen der Welt einen Afroamerikaner den Nordpol erforschen. Zurück in der Heimat hat sein Held mit Diskriminierung und Vorurteilen zu kämpfen. Das Comicfestival bietet Lesungen, Gespräche und Signierstunden an. Bei Anna Haifisch kann man am 1. Juni lernen, wie man Bedienungsanleitungen als Erzählform nutzt. Die angehenden Comiczeichner sollten Stifte und Papier mitbringen.

„Hamburger Graphic Novel Tage“: 29. Mai bis 1. Juni ab 19 Uhr: Gespräche mit Zeichnern im Literaturhaus, Schwanenwik 38, Eintritt: 12 / 6 Euro. Weitere Infos: Literaturhaus Hamburg
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