Junge Menschen in Hamburg ausgezeichnet

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Einige der 57 Schülerinnen, Schüler und Studierenden, die für vier Projekte mit dem Bertini Preis „für junge Menschen mit Zivilcourage“ geehrt wurden Foto: Hanke
Hamburg: Friedrich-Schütter-Platz 1 |

19. Bertini Preis für Zivilcourage im Ernst Deutsch Theater vergeben

Uhlenhorst Der 19. Bertini-Preis wurde kürzlich im Ernst Deutsch Theater vergeben. Nur vier Preisträger hatte die Jury 2016 „für junge Menschen mit Zivilcourage“ ausgewählt, drei Schülergruppen und ein Team der Interessengemeinschaft für taube Studierende in Hamburg um die 22-jährige Antonia Ricke. Sie erhielten den Bertini Preis für die Initiative „Deaf Refugees Welcome Hamburg“, die hamburgweit gehörlosen Geflüchteten hilft. Zum Beispiel mit Sprachunterricht, denn auch die Gebärdensprache ist von Land zu Land unterschiedlich.

„Man muss sich einsetzen!“

Für den Hamburger Senat sprach bei der Preisverleihung Sozialsenatorin Melanie Leonhard. Den Festvortrag hielt die Journalistin Anja Reschke, die im August 2015 aufgrund eines deutlichen Kommentars bei den Tagesthemen gegen Ausländerhetze viel Anerkennung erhielt, aber auch mit Hass und Beleidigungen leben musste. Die Journalistin beschrieb ihr Aufwachsen in einem Land, von dem sie nie geglaubt hatte, dass so viel Hass, wie jetzt gegen Geflüchtete, möglich sein könnte. „So kann es anfangen“, sagte sie in Hinblick auf das als überwunden geglaubte Dritte Reich. Und forderte alle auf: „Man muss sich einsetzen!“ (ch)
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