Parksituation rund um den Landwehr überdenken

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Auf der Nordseite der Landwehr parken Fahrzeuge immer wieder auf dem Radweg, gefährden Radfahrer und Fußgänger Foto: sim
Hamburg: Landwehr 15 |

Eilbeker Lehrer hat Vorschläge für Autofahrer, Lieferanten und Radler im Blick

Von Siegmund Menzel
Eilbek
Gymnasiallehrer Tom Jakobi aus Eilbek unterrichtet Mathematik und Politik. Wie Demokratie funktioniert, kann er seinen Schülern in diesen Wochen sehr anschaulich erklären: Der junge Mann hat eine Eingabe mit der Bitte um Prüfung seiner Vorschläge an die Bezirksversammlung Wandsbek gerichtet. Dabei geht es um Veränderungen der Parksituation auf der Nordseite der Landwehr, wo er seit fünf Jahren wohnt. Auf einer Sitzung des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses wurde das Anliegen aufgenommen und die Verwaltung um eine Stellungnahme gebeten. Eingabe und Antwort landeten beim Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek, der auf der nächsten Sitzung einen Antrag einbringen wird.

Kurzzeitplätze und Fahrradbügel


Tom Jakobi schlägt vor, die Parkplätze zwischen den Adressen Landwehr 15 und 31 ganz oder teilweise in Kurzzeitplätze umzuwandeln. Auf der Seite gibt es mehrere Geschäfte, die Lieferverkehr und Kundschaft mit kurzzeitigem Parkbedarf anziehen, so seine Begründung. Zudem sollte der Radweg zwischen Landwehr 15 und 1 sowie vor dem Ausgang der gesperrten Straße Kiebitzhof durch niedrige Metallstangen vor verbotswidrigem Beparken geschützt werden. Die Stangen könnten gleichzeitig als Anschließmöglichkeit für Räder dienen. Jetzt würden Fahrzeuge auch auf dem Hochbordradweg parken, wo es zu Behinderungen und gefährlichen Situationen mit Fußgängern, Kinderwagen und Radfahrern komme. Der Gymnasiallehrer setzt sich für einen Interessenausgleich zwischen Kurzzeitparkern, Übernachtparkern, Fußgängern und Radfahrern ein.

„Konstruktiver“ mit Eingabe


Seiner Ansicht nach ist die Behörde für Inneres und Sport „konstruktiv“ mit der Eingabe umgegangen. Klar sei, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden, man müsse sich um einen Konsens bemühen. In Höhe der Einfahrt zum Kiebitzhof, die als Durchfahrt nicht mehr genutzt wird, könnte die Parkbucht um zwei Parkstände verlängert werden, heißt es in der Stellungnahme. Zur Unterstützung der Geschäfte sollten dann zwei von fünf Parkständen als Ladezone beschildert werden. Die Behörde stellte zudem in Aussicht, den Radfahrern weitere Abstellmöglichkeiten zu eröffnen. Eine Ergänzung der vorhandenen Anlehnbügel ab Hausnummer
13 sei denkbar. Tom Jakobi kann seiner Meinung nach mitreden, wenn es um die Parksituation an der Landwehr zwischen Hasselbrookstraße und Wandsbeker Chaussee geht. „Ich sehe täglich, was hier los ist.” Außerdem hat er in der Fahrradhauptstadt Deutschlands studiert. Münster (Westfalen) gelte als Vorbild für andere Städte. Immerhin habe Hamburg das Ziel, Fahrradstadt zu werden. Der Politik-Lehrer wird gemeinsam mit seinen Schülern die Entwicklung der Parksituation auf der Nordseite der Landwehr weiter verfolgen.

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Rainer Stelling aus St. Georg | 01.12.2016 | 16:28  
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