125 Jahre HSV

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Hamburg. Einer der bedeutensten deutschen Sportclubs feiert Jubiläum! Am 29. September jährt sich die Gründung des Hamburger Sport Vereins zum 125sten Mal. Der HSV ist mit 70.920 Mitgliedern (März 2012) der drittgrößte Verein Deutschlands. Seine Fußballmannschaft hat seit ihrer Gründung immer in der jeweils höchsten deutschen Liga gespielt. Allerdings erst seit 1919, denn der HSV entstand genau genommen erst in diesem Jahr, als sich die drei Vereine SC Germania von 1887, Hamburger FC 1888 und FC Falke 06 unter dem neuen Namen Hamburger SV zusammenschlossen. Doch das Gründungsjahr des ältesten, der drei Vorläuferclubs, des SC Germania, gilt offiziell als das Entstehungsjahr des HSV.
Die Hamburger „Rothosen“, so der Spitzname für die HSV-Kicker, weil sie bis heute gewöhnlich in roten Hosen und weißem Dress, in den Farben der Stadt Hamburg auflaufen, und nicht in den Vereinsfarben Schwarz-Weiß-Blau, legten in den 1920er Jahren los wie die Feuerwehr, boten dem damals dominierenden „Club“, dem 1. FC Nürnberg, immer wieder Paroli. 1923 und 1928 holte der HSV mit dem ersten Star der Rothosen, Tull Harder, seine ersten beiden deutschen Meisterschaften, nachdem der erste Titel eigentlich schon 1922 fällig gewesen wäre. Das Endspiel und ein Wiederholungsspiel um die deutsche Meisterschaft zwischen dem HSV und Nürnberg endeten unentschieden. Wegen Nürnberger Unsportlichkeiten wurde der HSV zum Meister erklärt, verzichtete aber auf den Titel.
Nach dem Zweiten Weltkrieg dominierte der HSV die Oberliga Nord, in der er nur einmal nicht Erster wurde. 1960 wurde die dritte Deutsche Meisterschaft gefeiert - mit legendären Fußballstars wie Uwe und Dieter Seeler, Gerd „Charly“ Dörfel, Klaus Stürmer und Torwart Horst Schnoor. Es folgten drei weitere Titel zu Bundesligazeiten 1979, 1982 und 1983 und drei Pokalsiege 1963, 1976 und 1987 sowie als Krönung des Ruhms zwei Europapokalsiege (1977 Cup der Pokalsieger und 1983 Cup der Landesmeister). Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahr - das war die große Zeit des HSV mit Nationalspielern wie Manfred Kaltz, Dietmar Jakobs, Felix Magath, Rudi Kargus und Horst Hrubesch. Kaltz absolvierte die meisten Bundesligaspiele für den HSV (581, die zweitmeisten Einsätze überhaupt).
Die meisten Länderspiele bestritt Uwe Seeler (72), der auch die meisten Bundesligatore für die Rothosen erzielte (137). Seit 1987 wurde kein Titel mehr errungen. Gerade in der Jubiläumssaison steht es nicht zum Besten um die HSV-Bundesligamannschaft, doch der jüngste Sieg über den deutschen Meister Borussia Dortmund gibt gerade rechtzeitig wieder Anlass zur Hoffnung auf bessere Zeiten. (ch)
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