75 Jahre Optiker Kelb: Ein kleines Stückchen Wandsbek

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Marie Luise und Rolf KelbFotos: Kelb
 
Das „fußballverrückte“ Optiker Kelb Team während der Fußballweltmeisterschaft 2010
Wandsbek. Angefangen hat alles, kurz nachdem die kreisfreie preußische Stadt Wandsbek durch das „Groß-Hamburg-Gesetz“ in Hamburg eingegliedert wurde, und die Wandsbeker Marktstraße noch Hamburger Straße hieß. Im Jahr 1938, also vor 75 Jahren, übernahmen Heinz und Friedel Kelb das Optische Institut Leunfeldt.
Sie eröffneten in der damaligen Kampstraße und Hamburger Straße die Geschäfte mit dem neuen Firmennamen Optiker Kelb und legten damit den Grundstein für den Familienbetrieb, der heute eines der angesehensten optischen Betriebe in Norddeutschland ist. Optiker Kelb am Wandsbeker Markt. In den Bombennächten im Juli 1943 wurden beide Geschäfte vollständig zerstört. Leider sind sämtliche Erinnerungsfotos aus dieser Zeit dem Flammeninferno zum Opfer gefallen. Für ein Jahr wurde der Betrieb übergangsweise bei Karstadt untergebracht. Während der Verwundung von Heinz Kelb musste Friedel Kelb eine Zeit lang das Geschäft allein führen. Dann begann der Wiederaufbau, Mit Fleiß, Zähigkeit und viel Hingabe eröffneten Heinz und Friedel Kelb das erste Geschäft wieder in der Wandsbeker Marktstraße 4. Im Herbst 1952 wurde dann das zweite Geschäft am Wandsbeker Markt eröffnet.
1960 trat ihr Neffe, der Augenoptikermeister Rolf Kelb, in das Unternehmen ein.
Um die Kunden intensiver beraten zu können und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, wurde 1962 das kleine Geschäft in der Wandsbeker Marktstraße 4 geschlossen und in den großzügigeren Geschäftsräumen am Wandsbeker Markt mit einer deutlich größeren Fassungsauswahl fortgeführt. Nach dem Tod von Heinz Kelb 1978 übernahm Rolf Kelb in alleiniger Verantwortung das Unternehmen. Durch einen hingebungsvollen Kundenservice, einem sehr hohen Qualitätsstandard, sowie ein gutes Händchen in der Firmenführung haben Rolf Kelb und seine Frau Marie Luise die Firma Optiker Kelb geprägt und zu dem gemacht was sie heute ist. So hat sich das Familienunternehmen Optiker Kelb im Laufe der Zeit einen führenden Platz in der Branche erworben. Wer rastet, der rostet, meinte Rolf Kelb und plante 1988 einen gründlichen Umbau des Geschäftes. Damit das im gleichen Zuge erbaute Einkaufszentrum Quarree gebaut werden konnte, erklärte er sich bereit, einen Teil seines Grundstückes abzugeben, um mit der sogenannten „Kelb-Passage“ einen großzügigen Zugang von der Wandsbeker Marktstraße ins Quarree zu ermöglichen. Jetzt wurde abgerissen und neu gebaut. Damit die Kunden weiterhin in gewohnter Weise bedient werden konnten, zog die komplette Firma im April zur Überbrückung der Bauphase in das leerstehende Kaufhaus Horten ein. Innerhalb von vier Monaten entstand so das lichtdurchflutete, großzügige, jetzt auf zwei Ebenen neu gestaltete Geschäft. Um den Wahlsprüchen „Der Kunde ist König“ und „geht nicht, gibt‘s nicht“ gerecht zu werden, arbeiten 30 hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter, darunter acht Meister und zwei Dipl.-Ing. für Augenoptik für den Kunden. Davon, dass diese Leitsätze nicht nur dahin gesagt sind, sondern wirklich gelebt werden, kann sich jeder vor Ort selbst überzeugen. Die Brille ist heute ein modisches, die Persönlichkeit unterstreichendes Accessoire.
Durch die riesige Auswahl an Brillenfassungen bei Kelb ist es selbstverständlich, für jeden Gesichtstyp, aber auch wirklich für jeden das richtige Modell zu finden. 7000 Brillenfassungen, Sonnenbrillen namhafter Designer und über 600 Sportbrillen, sowie 3000 Einstärkengläser am Lager ermöglichen die Anpassung und Fertigstellung der Brille innerhalb einer Stunde. Die Herstellung erfolgt in der auf dem neuesten technischen Standard eingerichteten eigenen Werkstatt im Obergeschoß. Ebenso können die Mitarbeiter in der Werkstatt in sehr kurzer Zeit eine defekte Brille instand setzen. Optiker Kelb ist für seine Soforthilfen und seinen guten Service über Wandsbek
hinaus bekannt.
Aber nicht nur bei der Auswahl und Fertigung einer Brille ist es schwierig etwas Vergleichbares zu finden. Auch bei der Anpassung von Kontaktlinsen und vergrößernden Sehhilfen hat Optiker Kelb eine führende Position in Norddeutschland. So stehen dem interessierten Kontaktlinsenkunden fünf Spezialisten bei der Anpassung zur Seite. Auch für die Kunden mit einem sehr schlechten Sehvermögen, bei denen die Brille nicht mehr ausreicht, erproben ausgebildete Low-Vision-Berater alle erdenklichen Hilfsmittel die zur Verfügung stehen, um die Lebensqualität wieder zu verbessern. Dass die Firma Kelb auf die Ausbildung eines guten Berufsnachwuchses großen Wert legt, ist selbstverständlich.
Trotz seiner 80 Jahre leben Rolf Kelb und seine Frau Marie Luise ihren Mitarbeitern fachlich und menschlich vor, was sie von ihnen erwarten, nämlich völlige Hingabe dem Kunden gegenüber. Mit ihrer Tochter Birgit Kelb, einer diplomierten Augenoptikerin, ist nun schon die dritte Generation im Familienunternehmen tätig und führt diese Tradition fort. Neben ihrer Familie mit drei Kindern schafft sie es, ihren Eltern entschlossen zur Seite zu stehen. Wenn man Rolf Kelb fragt, warum er noch mit 80 Jahren in die Firma kommt und tatkräftig mitarbeitet, antwortet er: „Manchmal denke ich schon ans Aufhören, aber wenn ich dann im Geschäft unter all unseren tüchtigen Mitarbeitern bin, ist das schnell wieder vergessen. Außerdem habe ich es versäumt, mir ein Hobby zuzulegen. Die Firma ist mein Lebensinhalt. Zu unserem 30-köpfigen Team haben wir ein sehr gutes Verhältnis und fühlen uns alle wie in einer Großfamilie.“ So freuen sich Rolf Kelb und seine Frau Marie Luise, der wirkliche Mittelpunkt im Familienunternehmen Optiker Kelb, noch lange Zeit den liebevollen Kontakt zu ihren Kunden halten zu können. (wb)
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