750 Jahre Hoisbüttel: ausgiebige Feiern

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Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist die Festwoche vom 25. August bis 2. September

Ammersbek. Wer sich für die Geschichte Hoisbüttels interessiert, ist bei Klaus Tim an der richtigen Adresse. Der 64-Jährige arbeitet ehrenamtlich als Dorfarchivar. „Noch in den 50er Jahren hatten wir vier Lebensmittelgeschäfte, einen Schreibwarenladen mit einer Leihbücherei sowie ein Geschäft für Hausrat- und Eisenwaren, eine Schmiede, einen Stellmacher und zwei Dorfgaststätten.“

Das geteilte Dorf
Wobei die 50er Jahre ja fast noch Gegenwart seien angesichts der langen Dorfgeschichte, so Klaus Tim. Der engagierte Hoisbütteler: „Vor 750 Jahren war das Dorf im Besitz der Brüder de Slamerstorp, sie verkauften den Zehnten von Hoyersbutle an den Hamburger Domherren. 1437 wurde das halbe Dorf an die Stadt Hamburg verpfändet, was zu fortwährenden Grenzstreitigkeiten führte. Die „Hamburger Hoisbütteler“ unterstanden dem Hamburgischen Waldherren. Die anderen Bewohner waren Untertanen holsteinischer adeliger Gutsherren und ihnen erging es meist schlechter als ihren Hamburger Nachbarn.“
Denkstein auf dem Schüberg ehrt die Gräfin von Schmettau
Erst im 18. Jahrhundert wurden die Gemarkungen neu vermessen und aufgeteilt. Es entstanden die bis heute ortsprägenden großflächigen Flurstücke. Nicht aufgehoben wurde die Teilung des Dorfes. Klaus Tim: „Der ehemals hamburgische Teil unterstand jetzt dem Amt Tremsbüttel. Im Jahre 1809 erwarb die Familie von Schmettau das Gut Hoisbüttel. Sie verbesserte die Lebensbedingungen ihrer Untertanen. Besonders die Gräfin von Schmettau genoss bei den Bewohnern hohes Ansehen, ihr zu Ehren haben sie den Denkstein auf dem Schüberg errichtet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ließen sich dann an der Dorfstraße, an der Schulstraße und am Wulfsdorfer Weg Handwerker und Arbeiter nieder. Hoisbüttel war nicht länger ein reines Bauerndorf. Aber erst 1926 wurden Amts- und Gutsteil - nach fast 500jähriger Trennung - zur selbständigen Gemeinde Hoisbüttel vereinigt.“ (ger)
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