Die Tür bleibt zu!

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Kriminaloberkommissarin Frauke Hannes vom Landeskriminalamt kümmert sich um Prävention und Opferschutz. Foto: Umsorgt wohnen

Trickdiebe versuchen es immer wieder

Mit geschickten Ablenkungsmanövern schaffen es Trickdiebe immer wieder, in unsere Wohnungen einzudringen, um Wertgegenstände und Bargeld zu stehlen. Die Täter geben sich als Handwerker, Bankmitarbeiter oder sogar Polizisten aus. Sie fragen, ob sie eintreten dürfen, und geben vor, auf der Suche nach gefälschten 50-Euro-Scheinen zu sein, fragen nach der PIN-Nummer der Kontokarte, wollen etwas ausmessen oder Wasserzähler kontrollieren. Besonders ältere Mitbürger überrumpeln sie, indem sie kurz etwas hochhalten, was wie ein Ausweis aussieht.
Zu gutmütig
Diese Taktik funktioniert oft: Wer nur noch schlecht sehen kann, wird kaum die Brille holen, den vermeintlichen Betriebsausweis in die Hand nehmen und genau lesen. „Viele Senioren sind zu gutmütig und freuen sich über Besuch, weil sie einsam sind. Aber genau dieser unkritische Umgang birgt die Gefahr, dass man nicht mehr Herr der Lage ist, Fremde in die eigene Wohnung lässt und ausgeraubt werden kann“, erklärt Kriminaloberkommissarin Frauke Hannes vom Fachkommissariat Prävention und Opferschutz im Landeskriminalamt. „Wenn Sie doch mal jemanden in die Wohnung lassen, dann versuchen Sie, einen Nachbarn oder Bekannten hinzuzuziehen. Schließen Sie selbst die Wohnungstür, damit kein zweiter Täter hinterherkommt und lassen Sie niemanden allein“, rät Kommissarin Hannes. Wenn vermeintliche Handwerker bereits vor der Wohnungstür stehen, sollte bei der Hausverwaltung nachgefragt werden, ob das seine Richtigkeit hat. „Für diese Vorsichtsmaßnahmen haben auch verprellte, ehrliche Handwerker Verständnis.“

Informieren Sie die Polizei
Der beste Schutz für alle ist es, wenn die Täter von der Polizei auf frischer Tat gefasst werden. „Wenn Ihnen etwas Eigenartiges auffällt, informieren Sie die Polizei.“, sagt Frauke Hannes. „Rufen Sie lieber einmal mehr als zu wenig bei der nächsten Dienststelle oder beim Notruf 110 an.“ (jm/hrf)
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