Erstes Hamburger Schmerznetzwerk

Hamburg. In vielen Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Altenpflege leben Menschen mit Schmerzen. Wenn sie die Versorgungsform wechseln, beispielsweise aus einem Krankenhaus in die ambulante Versorgung durch einen Pflegedienst übergeleitet werden, treten immer wieder Versorgungsbrüche auf. Bislang wird wenig gegen dieses Manko unternommen. Die Gründung des Schmerznetzwerks Hamburg am vergangenen Donnerstag soll das ändern. Jennifer Kohler ist stellvertretende Pflegedienstleitung in der Residenz an der Mühlenau, einer Einrichtung der Hamburger Senioren Domizile GmbH. Diese Gesellschaft betreut und pflegt seit mehr als 40 Jahren viele ältere Menschen in drei Domizilen in Eidelstedt, Wandsbek und Blankenese.

Schmerznetzwerk
Medizin und Pflege wissen aber noch vergleichsweise wenig über Schmerzen. Und das, obwohl Schmerzen ständige Begleiter vieler Krankheiten und Beeinträchtigungen sind.
Um diese Situation zum Besseren zu wenden, haben sich die Hamburger Senioren Domizile zur Gründung des ersten Hamburger Schmerznetzwerks entschlossen. In diesem Netzwerk sollen die relevanten Akteure des Gesundheitswesens ihr Wissen über Schmerzen und Behandlungsformen einbringen und austauschen. Netzwerk- Koordinatorin Kohler: „Idealerweise schließen sich viele Krankenhäuser, Krankenkassen, Arztpraxen, Apotheken, ambulante Pflegedienste, Seniorenheime, Sanitätshäuser etc. an.“ Geplant sind regelmäßige moderierte Treffen und die Einrichtung einer virtuellen Kommunikationsplattform zum Austausch und zur schnellen Übermittlung aller relevanten Informationen. (ust/hrf)
Hamburger Pflege Domizile, Jennifer Kohler,
Netzwerk-Koordinatorin,
Tel.: 040/57203-0
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