Im Hammer Park gibt es viel zu entdecken

Anzeige
Der Hammer Park bietet vieles Schöne und Interessante Foto: Anke Tröster

Der Stattreisen Hamburg e.V. bietet wieder Führungen an

Hamm. Der Hammer Park ist für seine Vielseitigkeit bekannt, die Stattreisen Hamburg e.V. auf diesem Rundgang zeigt. Es sind die Ideen der 20er Jahre, die im Hammer Park verwirklicht worden sind. Für jeden Besucher sollte etwas geboten werden.
Der Hammer Park geht auf das Landgut des Hamburger Kaufmanns Jacques de Chapeaurouge zurück, der hier 1773 einen Garten im englischen Stil samt Weinberg und hölzerner Bergschlossruine angelegt hatte, der der Öffentlichkeit zugänglich war. Der „Berg“ entstand aus dem Sand des heutigen Ententeichs. Dort, wo dieTöpfer ihren Lehm holten.
Doch schon seit dem 17. Jahrhundert entstanden in Hamm Landhäuser und prächtige Gartenlandschaften. Damals hatten reiche Hamburger Kaufleute begonnen, weit vor den Toren der Stadt im ländlichen Hamm große Flächen für ihre Sommerhäuser zu kaufen, um der Enge der Stadt zumindest zeitweilig zu entfliehen. Gerade die Geestkante in Hamm mit ihrem weiten Blick über die Elbmarsch war hier hierfür sehr beliebt. In Hamm entstanden so letztlich über 100 Land- und Gartenhäuser. Bevor es mit der Landhauskultur begann, bestand das Dorf um 1650 noch aus elf Höfen und war von einem großen Wald umgeben.
Nach Zerstörungen in der Franzosenzeit 1813 wurde das Herrenhaus neu errichtet. Karl Sieveking, der in die Familie Chapeaurouge einheiratete, machte den Landsitz ab 1826 zu einem landwirtschaftlichen Mustergut, wie Caspar Voght in Klein Flottbek, mit einem wiederum als englischer Park gestaltetem Garten. Weitere Überraschungen sind auf dem Rundgang zu entdecken.
Anfang des 20. Jahrhunderts erwarb die Stadt dann das Gelände, für das 1914 Pläne für einen öffentlichen Park entstanden. Nach Entwürfen des städtischen Gartendirektors Otto Linne wurde zwischen 1914 und 1920 ein neuer öffentlicher Park geschaffen, der die alte Landschaftsstruktur und die Gewässer wie auch einen Großteil des alten Gehölzbestandes übernahm. Der ehemalige Wasserlauf wurde von Linne zum Beispiel zu einem Planschbecken ausgebaut.
In den 20er Jahren wurde im alten Sievekingschen Herrenhaus zudem ein Restaurant eingerichtet, das 1943 zerstört wurde. Der Park blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg in seiner Grundstruktur erhalten und wurde in den 1950er und 1960er Jahren um einige Parkelemente ergänzt.
Auf dem Rundgang, bei dem es auch durch umliegende Straßen geht, erfahren Sie auch Details über den Heckengarten, Skulpturen, über den Ursprung der Figuren am Planschbecken und über uralte Bäume. (pi)

Nächster Termin: Sa., 2. Juni, 15 Uhr, Treffpunkt: Parkplatz vor dem Restaurant „Hammer Park“, Hammer Hof 1a
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige