Um die Blutgefäße kümmern

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Von außen nicht erkennbar: Die periphere arterielle Verschlusskrankheit. Foto: Getty Images/akz

Durchblutungsstörungen führen zu Herzinfarkt und Schlaganfall

Hamburg. Nichts würde in unserem Körper funktionieren ohne Blutgefäße. Legte man sie hintereinander, würden sie ein Förderband von 100.000 Kilometern ergeben. Unsere Blutgefäße – die Arterien und Venen – bilden das verzweigte Versorgungsnetz in unserem Körper. Die Arterien sorgen dafür, dass alle Organe und Muskeln Sauerstoff und Nährstoffe bekommen. Deshalb ist es wichtig, dass die Gefäße gut funktionieren und gesund sind.
Arterienablagerung
Mit zunehmendem Lebensalter, durch Veranlagung und ungesunde Lebensweise verlieren die Arterien ihre Elastizität. Dann können sich Fett, Kalk- und Eiweißbestandteile in der Wand der Arterien ablagern und sie damit verengen (Arteriosklerose). Das kann zu gefährlichen Durchblutungsstörungen in allen Organen führen. So auch zu Herzinfarkt und Schlaganfall. Sind die Beinschlagadern betroffen, dann sprechen Mediziner von der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK). Rund 4,5 Mio. Männer und Frauen in Deutschland leiden an PAVK – viele, ohne es zu wissen. Denn im Anfangsstadium treten noch keine Schmerzen auf. Erst wenn die Gefäße so stark verengt oder gar verschlossen sind, dass die Muskeln beim Gehen nicht mehr genügend Sauerstoff bekommen, beginnt es in den Waden, Oberschenkeln oder im Gesäß wehzutun.
So weit muss es nicht kommen. Denn: Viele Risikofaktoren können durch eine gesunde Lebensweise ausgeschlossen werden. Rauchen, Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte und die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) schaden den Gefäßen.
Vernünftige Lebensweise
Wer nicht raucht, wenige tierische Fette zu sich nimmt, viel Obst und Vollkornprodukte isst und sich körperlich fit hält, sorgt für gesunde Blutgefäße. Auch wenn sich Gefäße schon verengt haben – für Bewegung und eine vernünftige Lebensweise ist es nie zu spät. Durch Bewegung kann sich die Durchblutung wieder stabilisieren und Körperregionen können wieder besser versorgt werden.

Weitere Tipps und Informationen bei der Deutschen Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin: http://www.dga-gefaessmedizin.de und http://www.verschlusssache-pavk.de. (akz)
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