Zeitarbeit: Vorteile - Rechte - Verträge

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Das müssen Sie als Arbeitnehmer wissen

Hamburg. Zeitarbeit lässt sich als eine Art Dreiecksverhältnis zwischen einem Zeitarbeitsunternehmen, einem Zeitarbeiter und einem Entleihunternehmen beschreiben. Ein selbständiger Unternehmer überlässt seinen Arbeitnehmer einem dritten Unternehmen zur Arbeitsleistung. Der Arbeitsvertrag (Leiharbeitsvertrag) wird zwischen dem Zeitarbeitsunternehmen und dem Zeitarbeiter geschlossen, damit übernimmt das Unternehmen alle üblichen Arbeitgeberpflichten. Das Zeitarbeitsunternehmen überlässt dann im Rahmen eines Zeitarbeitsüberlassungsvertrages den Zeitarbeiter gegen eine Vergütung einem Entleihunternehmen. Zwischen dem Entleihunternehmen und dem Leiharbeiter existiert kein Vertrag. Das Entleihunternehmen hat gegenüber dem Leiharbeiter ein aufgabenbezogenes Weisungsrecht, dem der Leiharbeiter zu folgen hat.

Der Leiharbeitsvertrag
Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass ein Arbeitsvertrag mit dem Arbeitnehmer vor dem Beginn des Einsatzes abgeschlossen wird und das auf jeden Fall in schriftlicher Form. Der Arbeitgeber ist verpflichtet dem Arbeitnehmer bei
Vertragsschluss ein Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit zu überlassen.

Gesetzliche Regelungen
Die gewerbsmäßige Arbeitsüberlassung ist an gesetzliche Vorgaben gebunden, um einem Missbrauch vorzubeugen. Bei Nichteinhaltung dieser Vorgaben ist mit Sanktionen und Strafen zu rechnen. Im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) sind neben den gewerberechtlichen Vorgaben auch zivilrechtliche, straf- und ordnungswidrigkeitenrechtliche Bestimmungen enthalten. Im Vordergrund des AÜG steht der arbeits- und sozialrechtliche Schutz des Leiharbeitnehmers. Mittlerweile müssen Zeitarbeitsfirmen ihren Mitarbeitern entweder den gleichen Lohn wie dem Stammpersonal der Entleihfirma zahlen oder einen Tarifvertrag abschließen. Fast alle Zeitarbeitsfirmen haben sich für den Tarifvertrag entschieden, die Gehälter der Zeitarbeiter sind dabei in der Regel niedriger als die des Stammpersonals.
Zeitarbeitsverträge können seit Anfang des Jahres 2004 auch unbefristet geschlossen werden. Vorher war eine maximale Obergrenze von 24 Monaten vorgegeben.

Genehmigung der Arbeitnehmerüberlassung
Um gewerbsmäßig Arbeitnehmer verleihen zu können, ist eine Genehmigung notwendige Voraussetzung. Wenn es keine Gründe nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz gibt, die gegen eine Erteilung der Genehmigung sprechen, hat der Antragssteller einen rechtlichen Anspruch auf die Erteilung einer Erlaubnis.
Der Erteilung einer Erlaubnis muss ein schriftlicher Antrag bei der Bundesagentur für Arbeit vorausgehen.
Der Antrag kann bei jeder Dienststelle der Agentur abgegeben werden.
Die Erlaubnis ist in jedem Fall auf ein Jahr befristet.
Der Antrag auf Verlängerung sollte spätestens drei Monate vor Ablauf der Erlaubnis gestellt werden. Der Verleiher hat nach Erfüllung aller Vorrausetzungen des AÜG einen Anspruch auf Verlängerung um ein weiteres Jahr. Erst nach drei Jahren wird eine unbefristete Erlaubnis ausgestellt. Die Erlaubnis erlischt mit dem Tod der natürlichen Person oder mit der Auflösung der juristischen Person. (hfr)

Vorteile
Durch den Einsatz von Zeitarbeitskräften kann der Personalbestand schnell und flexibel dem Bedarf angepasst werden.
Dem Entleiher fallen keine zusätzlichen Kosten für die Suche nach passendem und qualifiziertem Personal an
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