Als Goethe noch für Wandsbek arbeitete

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Mit Text- und Bilddokumenten zeigt die Ausstellung den illustren Kreis von Autoren, die für den „Wandsbeker Bothen“ schrieben Foto: Je

Claudius-Ausstellung in der Helmut Schmidt Universität würdigt auch prominente Mitarbeiter des „Bothen“

Jenfeld Zum Gedenken an Matthias Claudius (den „Wandsbecker Bothen“), dessen 200. Todestag und 275. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird, leistet die Helmut Schmidt Universität (HSU) einen bedeutenden Beitrag. Noch bis zum 15. August zeigt die Bundeswehr-Universität in ihrer Bibliothek eine Ausstellung mit dem Titel: „Der Wandsbecker Bothe: Claudius, Klopstock & Konsorten“.
Die liebevoll von Antje Groneberg und Sabine Graef zusammengestellte Ausstellung vermittelt einen Blick hinter die Kulissen des „Wandsbecker Bothen“, der Zeitung, die Wandsbek und ihren Redakteur Matthias Claudius berühmt machten. Obwohl die Zeitung, die zwischen 1771 und 1775 erschien, nur eine Auflage von 400 Exemplaren erreichte, wurde sie doch quasi weltberühmt, weil es Claudius gelang, viele der bedeutendsten deutschen Dichter seiner Zeit zur Mitarbeit an der Zeitung zu gewinnen. Besonderen Wert legte Claudius damals auf den „gelehrten Teil“ der Zeitung. So zeigt die Ausstellung Porträts der wichtigsten Mitarbeiter, die Beiträge lieferten. Dazu gehörten unter anderen Johann Gottfried Herder, Gotthold Ephraim Lessing, Friedrich Gottlieb Klopstock, Gottfried August Bürger und selbst Johann Wolfgang von Goethe. Der berühmte Homer-Übersetzer Johann Heinrich Voß zog sogar nach Wandsbek. Bei Kaffee oder Tee tüftelten sie im Garten von Matthias Claudius an Beiträgen für die Zeitung. Die Ausstellung zeigt an fünf Stationen zu einzelnen Themenschwerpunkten u.a. Originalausgaben des „Wandsbecker Bothen“ und der „Sämmtlichen Werke“, aber auch weitere Exponate, die Claudius‘ Verwurzelung in und seine Liebe zu Wandsbek zeigen. (je)

HSU, Holstenhofweg 85: mo-do 9-16 Uhr; fr 9-14 Uhr. Sa. 27. Juni 10-16 Uhr
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