Farbenfrohe Glaskunst

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Seit 34 Jahren ist Helmut Wehmann fasziniert von der Glaskunst im Tiffany-Stil. Foto: Netzow

Helmut Wehmann fertigt Objekte im Tiffany-Stil

Von Kirsten Netzow
Wandsbek. Farbenprächtige Kerzenhalter, Fensterbilder und Lampenschirme: Das sind nur einige Beispiele für Objekte, die mittels der Tiffany-Glaskunst entstehen. Einer der letzten Künstler, der sich dieser Technik verschrieben hat, ist Helmut Wehmann.
1979 begann er als Autodidakt, seitdem ist er „infiziert“, wie er sagt. Sein erstes Objekt war ein kleines Gewächshaus, an dem er sich versuchte. „Das Begeisternde sind die Farben, das farbige Glas lebt nur vom Licht“, beschreibt Wehmann seine Faszination für Tiffany. Zwei Stunden täglich arbeitet er in seinem Hobbykeller an seinen Werken und stellte auch bereits mehrfach aus. Zurzeit ist eine Auswahl seiner Kunst in der Claudius-Apotheke in der Wandsbeker Marktstrasse zu bewundern und käuflich zu erwerben.
Die Tiffany-Glaskunst bietet für den 65-jährigen eine unendliche Bandbreite an motivischen Möglichkeiten. So fertigt er neben schlichten Kerzenhaltern Kerzenhäuschen, die von der Form her an kleine Moscheen oder Zwiebeltürme erinnern. Frösche, Schmetterlinge, Koikarpfen- unter den Fensterbildern finden sich viele leuchtend, bunte Tiermotive. Insgesamt 10 festgelegte Arbeitsschritte sind für die Herstellung eines Objektes notwendig. „Einige dieser Schritte sind eher dem kreativen, einige dem handwerklichen Bereich zuzuordnen“, so der gelernte Dreher und Schauspieler über die Fertigung. So steht am Anfang immer der Entwurf, Ideen dafür findet er oft im Internet. Nach der Glasauswahl erfolgt das Zuschneiden mit speziellen Schneidewerkzeugen. Anschließend werden die Glasteile in eine dünne Kupferfolie eingefasst und miteinander verlötet. Als Wegbereiter dieser Glaskunst gilt der Amerikaner Luis Comfort Tiffany. Bedauerlicherweise üben immer weniger Menschen dieses kreative Hobby aus. In Hamburg existiere kein einziges Geschäft mehr, dass Tiffany-Bedarf anbietet, berichtet der Rentner. Seine Materialien kauft er daher in einem Laden im benachbarten Schleswig-Holstein oder bestellt sie online. Neben seinen Glasobjekten fertigt er auch Schmuck aus Buhnenholz und gießt Skulpturen mittels einer Metalllegierung. „Die Glaskunst jedoch ist meine Berufung, ihr werde ich bis zum Ende treu bleiben“, ist sich Helmut Wehmann sicher.

Helmut Wehmanns Ausstellung im Schaufenster der Claudius-Apotheke, Wandsbeker Marktstraße 119, ist noch bis Sonnaben, 6.April, zu sehen.
Kontakt zum Künstler: Auf dem Königslande 12, Tel.: 6524649
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