Faszination Wasser

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Das zentrale Motiv in Jens-Peter Tschuschkes Kunstwerken ist das Meer. Foto: Netzow

Der Maler Jens-Peter Tschuschke arbeitet in der Ateliergemeinschaft Roßberg 2

Von Kirsten Netzow

Eilbek. „Wasser ist malerisch sehr vielfältig“, sagt Jens-Peter Tschuschke. „Es ist ein Spiegel menschlicher Emotionen, mal aufbrausend, mal friedlich plätschernd.“ Aufgewachsen in Wilhelmshaven an der Jade ist der 44-Jährige von klein auf begeistert vom Element Wasser. So begeistert, dass er es zum zentralen Motiv seiner Kunstwerke werden lässt. Ob Öl oder Aquarell, es ist immer wieder die Natur und besonders das Wasser, das den Künstler fasziniert.
Seit sieben Jahren widmet sich Tschuschke verstärkt der Malerei. Nach Abschluss seines Architekturstudiums merkte er schnell, dass das ausschließliche Zeichnen am Computer nicht seine Sache ist. Schon berufsbegleitend begann er zu malen, 2005 hatte er seine erste Ausstellung im Hamburger Hafenkrankenhaus. Auf die positive Resonanz folgten Aufträge und weitere Ausstellungen wie beispielsweise 2011 im Landeshaus Kiel. Erst vor kurzem waren einige seiner Bilder in einer Ausstellung im Wandsbeker Kulturschloss zu sehen. Auch Porträts gehören zum Repertoire des Künstlers, der seit 12 Jahren in Hamburg lebt. Überwiegend versteht er sich jedoch als Landschaftsmaler. Dabei dienen ihm auch massive Holzbretter als Bildträger für seine Meeresdarstellungen. Dafür nutzt er die Maserung des Holzes, in die er die Farben des Motivs hineinarbeitet. Die natürlichen Gegebenheiten des Materials kombiniert mit dem Malen aus der Erinnerung heraus ergeben dann das sinnlich erfahrbare Kunstwerk.
Motive findet der Maler unter anderem am Eilbekkanal oder im Jacobipark. Der liegt nur einen Katzensprung von seinem künstlerischen Schaffensplatz entfernt. Abgehend von der Wandsbeker Chaussee, in der Seitenstraße Roßberg 2, liegt die Ateliergemeinschaft, in der Tschuschke sowie Carolina Villagra-Roth und Nicole Olsowski seit 2006 arbeiten. Alle drei Künstler haben ganz unterschiedliche Stile und Techniken. Während die Chilenin Villagra-Roth Gegenständliches abbildet, malt die Kunstpädagogin Olsowski eher abstrakt-intuitiv und bietet zudem in der Ateliergemeinschaft Malkurse für Kinder an. In den Auslagen der großen Fensterscheiben sind einige Bilder ausgestellt, drinnen an den Wänden hängen weitere Exponate. Insgesamt drei Arbeitsräume sowie eine kleine Küche stehen zur Verfügung. „Wir tauschen untereinander immer mal wieder die Räume“, sagt Tschuschke, der selbst mehrmals in der Woche hier ist und am kreativsten in den Abendstunden ist. Es gäbe immer mal wieder interessierte Passanten, die hereinkommen und sich die Bilder anschauen, weiß der Maler zu berichten. Auch eigene Ausstellungen in Form von offenen Ateliers haben in der Vergangenheit in den Räumen bereits stattgefunden.
Informationen über den Künstler im Internet unter www.jpt-hamburg.de
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