Geschüttete Farben

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Jens Nielsen ist vom Autodidakt zum Profi geworden. Seine Bilder beeindrucken durch ihre Farbintensität und scheinbaren Zufälligkeiten Foto: Grell

Abstraktes von Jens Nielsen in der Galerie „dulsArt“

Von Karen Grell
Dulsberg
Mit dem spannenden Titel „Eintauchen in abstrakte Provokationen“ stellt Jens Nielsen jetzt eine Auswahl seiner Werke in der Galerie dulsArt aus. Er ist Mitglied der Künstler- und Autorengruppe der Galerie und ein Autodidakt. Vermutet hätte das zur Vernissage am vergangenen Freitag allerdings kaum ein Gast. „Ich habe in den letzten Jahren immer wieder viel ausprobiert und mein großes Vorbild ist der Maler Gerd Richter“, erinnert Jens, dessen Bilder vor Allem durch die Farbintensitäten und dem scheinbar Zufälligen leben, seinen Weg vom Hobbymaler zum Profi. Aus verschiedenen Farben geschüttete Bilder lassen einen Wasserfall, ein Feuerwerk, einen Sonnenaufgang entstehen. Jedem Betrachter ist da seine ganz eigene Assoziation gegeben. In einem immensen Strom rauschen die Farb-Töne über die Leinwand. Jans Nielsen ist vom Hobbymaler längst zum Maler geworden, der seine Bilder in der ganzen Stadt verkauft. Als erster Vorsitzender der Galerie hat er schon für das ganze Jahr Künstler gebucht, die auf dem Dulsberg ihre Arbeiten zeigen werden und den März genutzt, um einmal selber seine Werke auszustellen.

Kultur vor Ort


Die Galerie dulsArt hat zwei Räume mitten im Stadtteil, in denen neben Lesungen und Ausstellungen auch ein Ort zum gemeinsamen Austausch gefunden wurde. Mit immer neuen Ideen wollen die 22 Mitglieder den Dulsberg künstlerisch und kulturell aufleben lassen und wenn die Räume einmal zu klein sind für eine Veranstaltung, geht es in den Kulturhof gleich nebenan. „Wichtig ist es“, so Jens Nielsen, „den Bewohnern im Stadtteil überhaupt einen Ort für Kunst und Kultur zu bieten.“ Was Jens Nielsen bei seiner aktuellen Ausstellung besonders gereizt hat? „Die Technik des Schüttens von Farben hat mich absolut fasziniert“. Durch den zufälligen, wenn auch durch Bewegung gelenkten Verlauf der Farben, verliere er als Künstler die Kontrolle über das Entstehen des Bildes und könne miterleben, was im Prozess entstehen kann. 120 Bilder hat der Künstler bereits in seinem Fundus und „es ist unglaublich, welche Entwicklung Jens hingelegt hat“, schwärmt auch Ingrid Franke, ebenfalls Mitglied der Künstlergruppe. (kg)

Ausstellung Jens Nielsen, Galerie dulsArt, bis 21. März, Öffnungszeiten Donnerstag bis Sonnabend 15-19 Uhr, Oberschlesische Straße 17, Eintritt frei.
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