Von Jenfeld in die Welt

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Nils Mohl vor silbrig-abstrakter Kunst in Jenfeld. Der Schriftseller nennt die Plastik, die in dem Roman eine Rolle spielt, Zukunftsbaum Foto: je
 
Das letzte Buch der Trilogie ist fertig Foto: je

Jugendbuchautor vollendet Trilogie und freut sich auf Verfilmung des ersten Romans

Von Martin Jenssen
Jenfeld
Es ist vollbracht. Die große Jugendbuch-Jenfeld-Trilogie ist abgeschlossen. Der Jenfelder Schriftsteller Nils Mohl nennt sie auch „Liebe-Glaube-Hoffnung“-Trilogie. Nach „Es war einmal Indianerland“ und „Stadtrandritter“ ist jetzt der dritte Roman der Reihe unter dem Titel „Zeit für Astronauten“ im Rowohlt-Verlag erschienen. Und es gibt noch mehr gute Nachrichten aus Jenfeld: Der erste Roman dieser Reihe „Es war einmal Indianerland“ wird noch in diesem Sommer verfilmt. Nachdem Nils Mohl in den ersten Jenfeld-Romanen die Schlaglichter auf Liebe und Glaube gesetzt hatte, steht nun die Hoffnung im Mittelpunkt. Ausflüge ins All sind die letzten großen hoffnungsvollen Abenteuer der Menschheit. „Junge Menschen, die zum ersten Mal ihre heimische Umgebung verlassen, fühlen sich vielleicht auch ein wenig wie Astronauten“, meint Nils Mohl. In dem Roman steht Kevin, alias Commander Körts, im Mittelpunkt, ein 15-jähriger Junge, der ein Hörgerät und gebügelte Hemden trägt. Kevin lebt in einer Hochhaussiedlung am Rande der Großstadt (in Jenfeld) mit silbrig-abstrakter Kunst am Bau. Er arbeitet als Praktikant in einem Reisebüro und träumt von seiner früheren Nachbarin Domino, die fünf Jahre älter ist
als er.

Auch für Erwachsene lesenswert


Eigentlich ist Domino für den jungen Commander unerreichbar. Dennoch folgt er ihr in den Süden Europas, wo Domino nach einem ehemaligen Freund forscht. Dabei leistet Commander Körts ihr überraschende Hilfe. Was in dem Roman alles eine Rolle spielt, hat der Autor in Stichworten aufgelistet. Es sind u. a. das Raketen-Set Bombastico; eine Schokoladenfabrik; eine Postkarte, die Domino von ihrem lange verschollenen Mitbewohner bekommt; ein Ort namens Shangri-LaBamba; Rätselhefte; ein Diebespärchen; ein Tretbootschwan; eine Rothaarige, die in einem Luxusclub Urlaubsgäste bespaßt, sowie Nachrichten von Leben und Tod. Der Roman „Zeit für Astronauten“ ist im Rowohlt-Verlag Reinbek erschienen. Preis: 14,99 Euro. Er ist für Jugendliche ab 14 Jahren empfohlen, aber auch für Erwachsene lesenswert.Spannend wird der Sommer in diesem Jahr für Nils Mohl. Dann beginnen die Dreharbeiten für „Es war einmal Indianerland“ unter der Regie von Ilker Çatak. Ein junger aber bekannter Regisseur, der in diesem Jahr in Los Angeles mit dem „Studentenoscar“ ausgezeichnet wurde. Çatak (31) wurde für sein Werk „Fidelity“ geehrt. Studenten-Oscars sind die Ableger des wichtigsten Filmpreises der Welt für den Nachwuchs. „Fidelity“ spielt während der politischen Unruhen in der Türkei rund um den Taksim-Platz und wurde unter großem Risiko in Istanbul gedreht. Zu den mittlerweile bekannten Schauspielern, die in „Indianerland“ mitspielen werden, gehören Leonard Scheicher, Clemens Schick und Emilia Schüle. Der Film soll bei den kommenden Filmfestspielen in Berlin gezeigt werden und dann in den Kinos Furore machen. Finanzielle Unterstützung bekommen die Filmemacher von der Deutschen Filmförderungsanstalt und der Filmförderung Hamburg. Der Film hat ein Budget von 1,5 Millionen Euro. Nils Mohl würde sich freuen, wenn der Film in Jenfeld gedreht werden würde, aber das steht noch nicht sicher fest.
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