120 Jahre Heimatverein

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Gruppenbild mit Damen: der Vereinsvorstand feierte mit langjährigen Mitgliedern. Heinz C. Harms (4. v. r.) leitete den Heimatverein 40 Jahre lang Foto: tel

Feier bei „Up ewig ungedeelt“. Verdienste um Gesellschaft gewürdigt

Von Michael Hertel
Bramfeld
Der Bramfelder Heimatverein „Up ewig ungedeelt“ von 1895 feierte am Wochenende seinen 120. Geburtstag. Vorstand und langjährige Mitglieder trafen sich dazu im Gemeindesaal der Thomaskirche mit viel Prominenz, an der Spitze der Wandsbeker CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Klimke, Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff, der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Lars Pochnicht und Peter Pape (Vorsitzender der Bezirksversammlung). Als Festredner würdigte Hans Jürgen von Appen (Vorsitzender der ArGe der Bürgervereine im Bezirk) den Verein, auch Klimke und Ritzenhoff sangen Loblieder auf den Heimatverein. Laut Klimke gibt der Heimatverein den Menschen eine Orientierung, bewahrt Traditionen und trägt so zum Zusammenhalt der Gesellschaft bei. Heimatvereine hätten einst für nationale Identität gestanden, seien heute dagegen ein Ausdruck kultureller Vielfalt, meinte Ritzenhoff. Besonders betont wurden von allen Rednern die besonderen Verdienste der „Ungedeelten“ um Pflege und Förderung der niederdeutschen Sprache. In besonders positiver Erinnerung bei der Kommunalpolitik sind die erfolgreichen Bemühungen des Ehrenvorsitzenden Heinz C. Harms um den Bramfelder Maibaum. Harms leitete den Verein fast 40 Jahre lang und übergab den Vorsitz 2014 an Peter Lüth.

Patenschaft mit Kita


Der Verein wurde am 3. November 1895 von Schleswig-Holsteinern gegründet. Der Vereinsname geht auf den Vertrag von Ripen zurück, der anlässlich der Übernahme der Landesherrschaft durch den Dänischen König im Jahre 1460 geschlossen wurde und die Unteilbarkeit der Herzogtümer Schleswig und Holstein versprach. Die Auseinandersetzungen zwischen Dänemark und dem Deutschen Reich beziehungsweise Preußen währten bis ins vorige Jahrhundert und lösten mehrere Kriege aus. Die heutigen Hamburger Ortsteile Bramfeld, Hellbrook und Steilshoop gehörten noch bis 1937 zu Schleswig-Holstein. Der Heimatverein unterhält eine eigene Bibliothek mit rund 3000 Bänden, darunter etwa 800 in Plattdeutsch, sowie ein Archiv mit vielen Fotos. Seit 1965 ist er durch eine Patenschaft mit einem Kindergarten in Nordschleswig verbunden.
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