21 Jugendliche bei U18-Wahl

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Die U-18-WählerDenise (v.l.), Emma, Vivien, Michael, Maj-Britt und Projektbegleiter Merlin Schleden Foto: ar
Von Annina Runge
Hamburg. Kinder und Jugendliche in Deutschland, Frankreich, Spanien und Polen hatten am vergangenen Freitag die Möglichkeit, an der ersten U18-Europawahl teilzunehmen. Auch die Kirchengemeinde „Der Gute Hirte“ in Jenfeld eröffnete ein Wahllokal - von Jugendlichen geplant und durchgeführt und von Kirchengemeindemitglied Merlin Schleden (25) unterstützt. Er sagt: „Politische Bildung kommt in Schulen leider oft zu kurz. Das Projekt U18 bietet uns daher eine gute Gelegenheit die Kinder und Jugendlichen aus unserer Umgebung für Politik zu interessieren.“ Es sei nicht verwunderlich, wenn sich junge Menschen nicht für Politik interessieren. Schließlich drücken sich Politiker in Interviews und Parteiprogrammen zum Teil so kompliziert aus, dass deren Inhalte nur sehr schwer zugänglich sind und dies gilt nicht nur für Kinder und Jugendliche. Schleden: „Politik sollte für jeden zugänglich gemacht werden, da schließlich auch jeder davon betroffen ist.“
Für die Kirchengemeinde „Der Gute Hirte“ war die U18-Europawahl die erste Veranstaltung im Rahmen des bundesweiten U18-Projekts. Ein zweites Wahllokal gab es im Jugendzentrum Volksdorf. Insgesamt nutzten 21 Kinder und Jugendliche das Angebot.
Das Projekt U18 gibt es schon seit 1996. Kinder und Jugendliche können neun Tage vor „echten“ Wahlen ihre Stimme abzugeben. Die Ergebnisse fließen nicht mit in das offizielle Wahlergebnis ein. Bei der Bundestagswahl 2013 gaben 198.365 Kinder und Jugendliche bundesweit ihre Stimme ab.
Die Jenfelder Jugendlichen begrüßten die Aktion. Hier ein paar Stimmen. Schülerin Emma (17): „Es wäre gut, Jugendliche unter 18 wählen zu lassen, da die Bedürfnisse der jungen Menschen in der Politik nur berücksichtigt werden würden, wenn die Politiker auch um ihre Stimmen kämpfen müssten.“ Michael (17): „Die Regierung könnte sich bei Themen wie z.B. Bildungspolitik wesentlich besser orientieren, wenn Jugendliche ein Mitspracherecht hätten, da sie dann ein realistisches Urteil derer hätten, die von den Entscheidungen der Politiker wirklich betroffen sind. Somit könnte Politik besser auf die Betroffenen abgestimmt werden.“
Schülerin Denise (19) hat vergangenes Jahr an der Bundestagswahl teilgenommen. Ebenso wie Vivien (18) unterstützt sie die U18-Aktion, weil sich Kinder und Jugendliche so gut darauf vorbereiten könnten, in Zukunft wählen und damit mitbestimmen zu können.
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