268 Unterschriften für den Park

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Heike Brost übergibt Bürgermeister Thomas Schreitmüller die UnterschriftenlisteFoto: güb

Barsbütteler Bürger unterstützen Anwohnerinitiative „Guipavasring“

Barsbüttel. Die Initiative „Parkanlage Guipavasring“ nutzte die letzte Sitzung der Gemeindevertretung Barsbüttel im alten Jahr, um ihren Protest für den Erhalt der Parkanlage Guipavasring für die Öffentlichkeit deutlich zu machen. Die Initiative hatte eine Unterschriftensammlung gestartet und 268 Unterschriften für den Erhalt der Parkanlage zusammen bekommen. Heike Brost, Sprecherin der Initiative, überreichte Bürgermeister Thomas Schreitmüller die Liste mit den Unterschriften und den Worten: „Ich wünsche mir, dass Sie sich diese Anregungen nochmals durch den Kopf gehen lassen.“
Mitte November hatten die Gemeindevertreter den Aufstellungsbeschluss zur 6. Änderung des B-Plans 1.40 abgenickt. Vier Baugrundstücke könnten danach im nördlichen Teil des Parks entstehen. Das wäre gut die Hälfte der Grünfläche.
Die Anwohner lehnen diese Pläne ab, möchten die Grünfläche erhalten. Schließlich sei der Park mal als Ausgleich für die Anwohner angelegt worden. Ini-Mitglied Klaus Ziegenbein spielt damit auf die Vorgeschichte der Siedlung Guipavasring an: Der Bebauungsplan 1.40 mit dem innenliegenden Park und der Nord-Süd Sichtachse wurde 1988 eigens aufgestellt, um den Menschen, die auf der Mülldeponie 78 gebaut und diese Grundstücke wegen gesundheitsschädlicher Belastung verlassen mussten, eine neue Heimat in Barsbüttel zu erhalten. Den damaligen Käufern wurde ein Park als Ausgleich für ihre aufgegebene Grünfläche versprochen. „Dieses Versprechen wurde eingehalten und sehr gut umgesetzt“, betont Klaus Ziegenbein. Und da soll auch so bleiben. „Der Wohnwert und das Wohnumfeld muss für Barsbüttler erhalten bleiben“, betonte auch Heike Brost. Die geforderte Nachverdichtung des Innenbereiches der BauGB-Novelle 2013 sollte nicht um jeden Preis umgesetzt werden. Die Innenverdichtung ist ohne Einbuße der Lebensqualität möglich.
Während der Unterschriften-Übergabe ging sie auch auf den kommunalen Finanzausgleich ein. „Dieser bringt die Gemeinde in Nöten, darf aber nicht dazu führen, dass nur noch reagiert wird. Es ist falsch, alles zu verscherbeln, was noch da ist, nur damit der Haushalt ausgeglichen wird“, betonte Heike Brost.
Die Bürgerinitiative „Parkanlage Guivapasring“ hofft, dass sie mit ihrer Unterschriftensammlung die Gemeindevertreter anregt, ihr weiteres Vorgehen zu überdenken. Bei einem Meeting im Park im vorigen Dezember hatte Bürgermeister Schreitmüller den Anwohnern versichert, dass man genau das tun werden. Er sagte: „Die Politik sieht die leeren Kassen der Gemeinde. Für den Verkauf der Parkanlage würden wir fast eine halbe Million Euro erhalten. Das Geld können wir dringend für unseren Gemeindehaushalt gebrauchen. Ich sehe aber auch das berechtigte Interesse der Bürgerinnen und Bürger, die ihren Park erhalten wollen.“ (güb)
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