Abriss oder Neubau?

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Die Wandse Brücke am Kundenzentrum Rahlstedt ist so baufällig, dass das Bezirksamt für einen Abriss ist. Foto: hbz

Was wird aus der Fußgängerbrücke über die Wandse

Von Hubert Bätz
Rahlstedt. Hinter dem Kundenzentrum Rahlstedt befindet sich seit Jahren eine Fußgängerbrücke, die bisher Passanten den direkten Zugang von der Rahlstedter Straße zum öffentlichen Weg an der Wandse und zum ehemaligen Ortsamt über die Wandse bot. Sie wird rege genutzt. Nun allerdings stellte sich bei einer Untersuchung durch den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer heraus, dass die Brücke baufällig ist.
Die Fachleute stellten am Tragwerk einen Riss mit großflächigem Pilzbefall fest. Weil damit die tragende Konstruktion nicht mehr stand sicher ist, hat die Behörde beschlossen, die Brücke zu sperren.
Was nun? Abriss, Sanierung oder Neubau? Die Bezirksversammlung Wandsbek hat bezirkliche Sondermittel in Höhe von 60.000 Euro bereit gestellt. Das Geld wird aber nicht ausreichen, weder für eine neue Holzbrücke und schon gar nicht für eine Stahlbetonbrücke. Für erstgenannte Variante veranschlagt das vom Bezirksamt beauftragte Elmshorner Ingenieurbüro Iwers nach ersten Schätzungen rund 96.000 Euro (ohne Planungskosten). Eine mögliche Stahlkonstruktion würde mit 150.000 Euro zu Buche schlagen. Das Bezirksamt Wandsbek und der Regionalausschuss Rahlstedt stehen nun angesichts der Haushaltslage vor einem Dilemma. Während das Bezirksamt Wandsbek sich wegen der für einen Neubau nicht ausreichenden 60.000 Euro für den Abriss der Brücke ohne einen Ersatz ausspricht, befürworten die Regionalausschuss-Mitglieder einen Neubau. Sie regten bei ihrer jüngsten Sitzung an, die Brücke bis zum Herbst zu sichern und die Sommerpause dafür zu nutzen, weitere Finanzierungsmöglichkeiten aufzutun.
Allerdings wissen auch die Lokalpolitiker, dass neben den Brückenbaukosten auch die Mittel für die laufende Unterhaltung des Bauwerkes anfallen. Auch hier muss geklärt werden, woher die Mittel dafür kommen sollen.
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