Abschied von der Politik

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Philip Buse, Hans-Joachim Klier, Jürgen Warncke, Cornelia Stoye und Astrid Boberg (v.l.n.r.) Fotos: Glitz

Bezirksversammlung ehrt Politiker bei letzter Sitzung vor Wahl

Von Rainer Glitz
Hamburg. „Es ist heute eine besondere Sitzung“, begrüßte Hans-Joachim Klier, Vorsitzender der Bezirksversammlung, das Plenum. Nämlich die letzte der zu Ende gehenden Wahlperiode.
Und die Wahl am kommenden Sonntag bestimmte auch die erste Debatte. Unter dem Titel „Kartenhäuser“ warf Philip Buse von der CDU der Bezirkskoalition aus SPD und Grünen erneut vor, sich bei den Erfolgen im Wohnungsbau mit fremden Federn zu schmücken. „Die Bebauungspläne stammen von uns“, so Buse. Den Vorwurf konterte Anja Quast für die SPD-Fraktion prompt: „Sie können offenbar nicht mit der Trendwende auf dem Wohnungsmarkt leben“, so Quast an die CDU gewandt.
Sie verwies auf die Erfolge durch die Nachverdichtung in den Quartieren und die Investitionen für Schulen, Feuerwehrhäuser und Kultureinrichtungen in Wandsbek. Julian Georg von der Linken kritisierte, dass sich nur wenige Hamburger die neu gebauten Wohnungen überhaupt leisten könnten. Susanne Zechendorf, scheidende Fraktionsvorsitzende der Grünen, befand schlicht: „Die Diskussion bringt nichts.“ Es gebe wichtigere Themen, zum Beispiel die Stadtbahn.
Mit einem kleinen Film blickten die Bezirkspolitiker dann auf die vergangenen drei Jahre zurück. „Auch für mich ist nun Schluss mit lustig“, kündigte dann Hans-Joachim Klier seinen Rückzug aus der Politik an. Er wolle mehr Zeit mit seiner Frau verbringen. Er  hoffe, sie könne das auch ertragen. Klier zeichnete seinen SPD-Parteikollegen Jürgen Warncke sowie Astrid Boberg und Cornelia Stoye von den Grünen für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in der Lokalpolitik mit der Wandsbek-Medaille in Silber aus. Alle drei treten ebenfalls nicht mehr an. „Auch sie kommen hier nicht ohne Ehrung davon“, überraschte dann Philip Buse Klier. Auch er erhielt eine Medaille.
Nach einer Pause mit Sekt ging es dann noch einmal zur Sache. Insgesamt 18 Tagesordnungspunkte arbeiteten die Bezirkspolitiker ab. Beschlossen wurde unter anderem, Sondermittel in Höhe von 50.000 Euro an den Meiendorfer Sportverein zu vergeben, für eine Flutlichtanlage am Deepenhorn. Das Projekt „Nachbarschaftsmütter“ in Hohenhorst soll nach dem Willen der Bezirksversammlung fortgeführt werden. Die  Verwaltung wurde gebeten, gegebenenfalls ein alternatives Finanzierungsmodell zu erarbeiten.
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