Ärger im Steingarten

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Bernhard Storz, Uschi Fink und Helmuth Offen (v.li.) befürchten, dass es zu Unfällen kommt Foto: kg

Autoanhänger behindert Anwohner und Passanten seit Wochen

Von Karen Grell
Farmsen
Im Steingarten sorgt ein Anhänger für Ärger. Anwohner wie das Ehepaar Offen, die das Haus des Eckgrundstückes bewohnen, machen sich schon seit Wochen Sorgen. Steigt durch den abgestellten Anhänger die Gefahr eines Unfalls? Fahrzeuge, die aus dem Pezolddamm in den Steingarten abbiegen, könnten den flachen Anhänger, der für den Transport von Pkw´s geeignet ist, leicht übersehen, meinen sie einhellig.
Nur ein paar Meter vor der Querstraße entfernt auf dem Seitenstreifen geparkt, ist der Anhänger auch Nachbar Bernhard Storz längst ein Dorn im Auge. Nach eigenen Angaben hatte er bereits das Polizeikommissariat 36 informiert. Passiert sei allerdings innerhalb von mehreren Wochen nichts. Stabsleiter Andreas Schwarz ist auf Nachfrage des Wochenblattes der Fall mit dem lästigen Anhänger noch gar nicht zugetragen worden. Nach anschließender Überprüfung will er das Fahrzeug umgehend entfernen lassen. Eindeutig sei die Rechtslage dabei allerdings nicht, so Schwarz. Grundsätzlich könne in einer Anwohnerstraße mit Parkstreifen zunächst jedes Fahrzeug abgestellt werden, auch dann, wenn es nicht zu dem Haus gehöre, vor dessen Tür sich der Parkstreifen befindet. Den Verkehr behindern dürfe das Fahrzeug allerdings nicht.
Den abgestellten Anhänger, der weit auf die Straße hinausragt, wollten die Nachbarn so nicht akzeptieren. „Es geht dabei nicht darum, irgendjemandem eins auszuwischen“, betont Storz. „Es geht um die Sicherheit der Passanten“.

Straße ohne Gehwege



Eine Straße wie der Steingarten, in der es überhaupt keinen Gehweg gibt, ist für Fußgänger ohnehin schon eine Gefahrenquelle. „Wenn dort an der Ecke beispielsweise eine Frau mit Kinderwagen oder eine ältere Person mit Rollator abbiegen würde, dann müsste sie praktisch mitten auf der Straße gehen, um den Anhänger zu umrunden“, betont Storz. Was ist nun aber schief gelaufen, dass es fast acht Wochen dauern musste, um dieses Problem zu lösen? Stabsleiter Andreas Schwarz empfiehlt: „Bevor man wegen des Anhängers die Polizei informiert, könnte man bei den direkten Nachbarn nachfragen. Oft ergeben sich schon dann unklompiziert Lösungen.“ Außerdem könne zu jeder Zeit auch der Stadtteilpolizist Dieter Raabe, der im Quartier gut bekannt ist, angesprochen werden. Auch auf diesem Dienstweg könnte man schnelle Lösungen herbeiführen. Ein Tipp also für alle Nachbarn, denen ein Problem auffällt: Nicht verbissen ärgern, sondern auch selber aktiv werden. Für alle, die ein Fahrzeug in einem Wohngebiet abstellen gilt dazu: Rücksicht nehmen auf die Anwohner, die mit der Situation leben müssen. Im Steingarten soll nun bald wieder Ruhe eingekehren. Der Besitzer des Anhängers wurde ermittelt und bereits aufgefordert, den Anhänger zu entfernen. Bernhard Storz, der die ganze Sache ins Rollen gebracht hat, ist der Meinung: „Da hätte viel schneller etwas passieren müssen“.
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