Altkleiderverkauf für Projekte in Afrika

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Birgit Nierendorf, Josef Nierendorf und Klaus Diederichs (v. li.) sowie Marlies Nowak (nicht auf dem Foto) sammeln gut erhaltene saubere Kleidung für den Altkleiderverkauf der Kolpings-Familie am 13. Februar Foto: Christa Möller
 
Ein Lagerraum voller Kleidung für den Verkauf zugunsten verschiedener Hilfsprojekte in Afrika Foto: Möller

Katholischen Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt in Rahlstedt öffnet am 13. Februar die Türen

Von Christa Möller
Rahlstedt
Nach Größen sortiert und fein säuberlich gestapelt liegen oder hängen Hosen, Hemden, T-Shirts und Jacken für Männer sowie Damenblusen, -hosen, -jacken, Kleider, Röcke und Shirts in einem Rahlstedter Lager. Dreimal im Jahr verkaufen Mitglieder der Kolpingsfamilie der Katholischen Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt in Rahlstedt die gespendete Oberbekleidung in ihrer Kirchengemeinde an der Oldenfelder Straße 27 zum Schnäppchenpreis von einem Euro pro Teil – Lederkleidung ist etwas teurer. Das hat sich längst herumgesprochen und so stehen die ersten Kunden an Verkaufstagen schon morgens ab 8 Uhr vor der Tür. Eine Stunde vor Verkaufsstart, wenn die Helfer noch ihre Ware sortieren. „Es ist immer ein ziemliches Gewusel zu Anfang“, weiß Birgit Nierendorf, 76, die den Verkauf mit ihrem Mann Josef, 81, sowie Klaus Diederichs, 76, und Marlies Nowak,78, organisiert. Wie gut die Aktion läuft, erläutert Klaus Diederichs: „Wenn innerhalb von dreieinhalb bis vier Stunden 700 Euro zusammenkommen aus einzelnen Euro-Stücken, dann muss ganz schön was über den Tresen gegangen sein...“ Zum Ablauf sagt er: „Die Spenden werden nach Möglichkeit gleich sortiert.“ Und er weist darauf hin, dass die abgegebene Kleidung sauber und in gutem Zustand sein sollte – letzteres ist übrigens der Grund dafür, dass Kinderkleidung nicht gesammelt wird. Warum engagiert sich Josef Nierendorf für die Kolpingsfamilie? „Weil mein Vater 1911 schon in diesem Verein war.“ Auch der von Birgit Nierendorf gehörte dazu. Die frühere Fakturistin ist seit 30 Jahren dabei (die Mitgliedschaft war früher ausschließlich Männern vorbehalten) und seit Jahresbeginn neue Vorsitzende der Rahlstedter Kolpingsfamilie, sie hat das Amt von ihrem Mann Josef übernommen. Der 81-Jährige, seit 1952 Kolpinger, war nach seiner Mechaniker-Ausbildung als Geselle auf Wanderschaft und nutzte die Kolping-Häuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Übernachten. Klaus Diederichs ist seit 25 Jahren Mitglied, den Bankkaufmann sprach die Arbeit des Kolping-Werks, eines internationalen katholischen Sozialverbandes, an, der 1846 als katholische Gemeinschaft für wandernde Handwerksgesellen gegründet wurde. In Rahlstedt hat die Kolpings-Familie 58 Mitglieder, zwei davon sind evangelisch.
Seit über 20 Jahren organisieren die vier den Kleiderverkauf zugunsten verschiedener Hilfsprojekte von Pallotiner-Pater Peter Hillen im Süden Afrikas in Nanka/Nigeria wo immer noch Elend und Armut herrschen. Der Altkleiderverkauf entstand aus einer normalen Kleiderkammer, weiß Josef Nierendorf. Alle vier Kolpinger sind auch sonst sehr aktiv für ihre Kirche. Klaus Diederichs zählt die Kollekte, Josef Nierendorf ist Kommunionhelfer. Und im Festausschuss der Gemeinde sind alle dabei. Beim Verkauf wird das Team von zehn Mitgliedern unterstützt. Der erste Termin in diesem Jahr ist am Sonnabend, 13. Februar, 9 bis 13 Uhr. Kleiderspenden können – nur nach Anmeldung – noch bis eine Woche davor abgegeben werden.

Terminvereinbarung unter Telefon 678 09 82 (Nierendorf) oder Telefon 647 41 70 (Nowak). Zwei weitere Termine wird es wie immer außerhalb der Ferien im Sommer beziehungsweise Herbst 2016 geben.

Info:
Die vier aktiven Mitglieder der Kolpings-Familie haben auch ein Herz für Obdachlose – seit 1997 unterstützen sie Obdachlose, seit einigen Jahren versorgen sie Wohnungslose über Fördern & Wohnen im Winternotquartier Scharsteinweg, wo jeder Bedürftige drei Scheiben Brot und eine Suppe (überwiegend aus Spenden der Hamburger Tafel) bekommt. „Drei Stunden dauert das Brote schmieren, außerdem muss die Suppe erhitzt werden...“
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