Anwohner: „Lkw raus!“

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Mit Transparenten werden die Anwohner am Katzenberg so lange auf die Gefährdung durch die Schwerlaster hinweisen, bis hier endlich eine Lösung gefunden istFotos: zz
 
Siegrid Leiste sagt: „Durch den Schwerlastverkehr ist der Schulweg der Kinder am Katzenberg nicht mehr sicher.“

Willinghusen: Anwohner fordern neue Zufahrt zum Asphaltwerk

Von Jürgen Hartmann
Willinghusen. Seit Anfang Juli ist die Sicherheit der Anwohner am Katzenberg im Barsbütteler Ortsteil Willinghusen massiv durch Lkw gefährdet. An den Werktagen und teilweise sogar an den Wochenenden fahren hier bis 120 Brummis durch die enge Straße. Sie bringen etwa 30.000 Tonnen Asphalt und nicht mehr benötigten Straßenbelag von einer Großbaustelle bei Trittau in das auf Willinghusener Gebiet liegende Asphaltwerk. Hier wird das Material aufgearbeitet und dann von den 30 bis 40 Tonnen schweren Dreiachsern wieder abgeholt.

„Kinder sind gefährdet“

Diese Lkw sind nicht nur besonders groß und laut, insbesondere wenn sie in den Katzenberg einfahren und dort Gas geben müssen, um die ansteigende Straße bewältigen zu können. Sie sind mit ihren 2,96 Metern Breite vor allem eine Gefahr für Kinder, Fußgänger und für Autofahrer. Denn der Katzenberg hat lediglich eine Breite von sechs Metern. Wenn sich hier dann zwei Laster begegnen, was keine Seltenheit ist, kommt es zu brenzligen Situationen. Denn die Lkw-Fahrer scheuen sich nicht, über die ohnehin
schmalen Gehwege zu fahren. Schon jetzt sind erste Schäden durchaus erkennbar. „Am meisten Angst haben wir um die Kinder, die hier spielen und die jungen Mütter mit ihren Kinderwagen sowie um die Zweiradfahrer“, sagt Klaus-Peter Leiste, der hier wohnt und sich wie viele andere auch massiv durch den zusätzlichen Schwerlastverkehr bedroht fühlt.
„Diese Lkw-Fahrten werden ja auch dann nicht weniger, wenn die Arbeiten an der Bundesstraße 404 bei Trittau vorbei sind. Denn es gibt im Bereich von Südstormarn sehr viele Straße, wie zum Beispiel die Kreisstraße 80, die dringend saniert werden müssen“, so Manfred Schröder. Der ehemalige Feuerwehrmann, der selber in seiner Dienstzeit Schwertransporter gefahren ist, weiß auch, welche Gefahr von diesen Fahrzeugen für die anderen Verkehrsteilnehmer ausgeht, Stichwort: Toter Winkel. „Wir haben ja Verständnis für den Job, den die Fahrer hier machen müssen. Aber wir appellieren auch an sie, hier besonders langsam und vorsichtiger zu fahren und sich an die Verkehrsregeln zu halten“, so Schröder.

„Von den Politikern im Stich gelassen“

Die Anwohner fühlen sich von den Kommunalpolitikern im Stich gelassen. Denn bisher hat sich hier keiner blicken lassen, obwohl das Problem im Rathaus und bei den örtlichen Parteien durchaus bekannt ist. Daher wollen die Anwohner vor der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung mit Transparenten im Rathaus auf dieses Thema noch einmal mit Nachdruck hinweisen. „Was wir wollen, ist eine andere Zuwegung für die Lkws, die natürlich nicht durch bewohntes Gebiet führen darf. Natürlich kostet das etwas Geld. Aber die Verkehrslage ist ja nicht neu und die Gemeinde hätte hier schon längst andere Lösungen finden müssen“, sagen die Anwohner der Siedlung.

Neue Straßen erforderlich

Das Asphaltwerk liegt mitten in der Feldmark in unmittelbarer Nähe der Autobahn. Nicht nur die Willinghusener fordern nun, dass hier kurzfristig eine neue Straße mit direkter Anbindung an die Autobahn gebaut wird, damit der Schwerlastverkehr nicht länger durch die Wohngebiete führt.
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