Arbeit gesichert

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Aufatmen auf dem Dulsberg: Mit 20 000 Euro ist die Arbeit des Nachbarschaftsreffs in 2013 gesichert. Fotos: Kuchenbecker

20.000 Euro für Nachbarschaftstreff

Von Nicole Kuchenbecker
Dulsberg. Aufatmen in der Kirchengemeinde auf dem Dulsberg: Die Politik hat entschieden, wenn auch nur für das laufende Jahr. Die Kirchengemeinde wird mit
20.000 Euro aus dem Quartiersfonds für ihre Arbeit im Nachbarschaftstreff bedacht.
Ein warmer Geldregen, der besonders Hannegret Riepkes freut. Die Pastorin kann nun mit den zusätzlichen Mitteln eine neue Mitarbeiterin einstellen. Schon Mitte März kann diese die Arbeit im Nachbarschaftsreff (NTB) mit 30 Wochenstunden aufnehmen. Riepkes ist erleichtert: „Damit ist die Arbeit des Nachbarschaftstreffs in bisherigem Umfang mindestens für das Jahr 2013 gesichert.“

Stadtteilbüro hat das Nachsehen

Weniger glücklich zeigt sich Hans Werner-Boelz, Vorsitzender der GRÜNEN Bezirksfraktion in Hamburg-Nord. Denn die Mittel, die in der vergangenen Woche aus dem Quartierfonds beschlossen wurden, waren nur teilweise und auch nur für das laufende Jahr bewilligt worden. Den Sparkurs spürt nun erneut das Stadtteilbüro Dulsberg. Hier erhalten Jürgen Fiedler und sein Team lediglich 2500 Euro statt „gewünschten“ 5000 Euro. Bei den Verfügungsfonds wurden gegenüber dem Vorschlag des Bezirksamtes 50 Prozent gekürzt, bei den Stadtteilkulturzentren und den Runden Tischen Integration je
25 Prozent. Außerdem wurde mit der Ausnahme des Stadtteilbüros Barmbek-Süd keiner Einrichtung bereits jetzt Mittel für 2014 in Aussicht gestellt.
Auf Anfrage erklärte Hans Werner-Boelz dass dieses wohl auch erst zum Ende des Jahres geschehen würde. Aus Sicht der GRÜNEN seien die Kürzung unnötig, da ausreichend Mittel vorhanden wären. Zudem habe die SPD für die verbleibenden Restmittel auch keine alternative Verwendung beantragt, teilte der GRÜNE weiter mit. Werner-Boelz kritisiert weiter: „Deutlich wird: SPD und FDP wollen nicht, dass die Bürgerinnen und Bürger in den Stadtteilen im Rahmen von Verfügungsfonds selbst entscheiden, was das Quartier braucht. Auch bei der Stadtteilkultur, die viel dazu beiträgt, Quartiere lebenswert zu machen, wird gestrichen.“ Für Hannegret Riepkes hat sich der Protest der vergangenen Monate ausgezahlt. Immer wieder hatten die Pastorinnen Riepkes und Maren Wichern und die gesamte Kirchengemeinde den Politikern die Konsequenzen von extremen Einsparungen aufgezeigt. Riepkes: „Alle Beteiligten sind sehr zufrieden mit diesem Ergebnis, zeigt sich doch, dass Beharrlichkeit und lauter Protest erfolgreich sein können.“ (nk)
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