Asyl An der Barsbek in Hamburg?

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Container wie diese könnten auf dem Geländer An der Barsbek aufgestellt werden

Anwohner fürchten, Gemeinde stellt Container auf

Von Günther Brockmann
Hamburg. Durch Zufall ist Thorsten Schleef, Anwohner im Hegenweg in Barsbüttel, an die Information gekommen, dass direkt vor seinem Haus auf einem Brachgelände An der Barsbek zwölf Container für die Unterbringung von Flüchtlingen aufgestellt werden sollen. Vielleicht aufgestellt werden sollen - denn eine offizielle Bestätigung gibt es noch nicht.
Anwohner Schleef erzählt: „Ich bekam von der Gemeindeverwaltung die schriftliche Mitteilung, ich sollte meinen Gartenabfall, den ich dort vorübergehend gelagert hatte, umgehend wegräumen. Ich habe dann nachgefragt, warum ich das machen sollte, denn in der Vergangenheit hatte es deswegen nie Probleme mit der Gemeinde gegeben. Die Gemeinde ist Eigentümer der Brachfläche.
Die Antwort, die Schleef aus dem Barsbüttler Rathaus erhielt, habe ihn und seine Frau Anja verblüfft: Auf der Brachfläche sollen zwölf Container aufgestellt werden, die künftig als Unterkunft für Flüchtlinge dienen sollen. Schleef: „Für mich ist das ein Unding, denn die Fläche sollte laut Anordnung nie bebaut werden oder für Wohnzwecke genutzt werden. Ich selbst hatte mich früher schon um die Fläche beworben und eine Absage erhalten“
Anja Schleef erfuhr im Kreisbauamt in Bad Oldesloe, dass „die Pläne der Barsbüttler Verwaltung, die sie mit der Brachfläche An der Barsbek vorhat, schon seit dem Jahr 2011 bekannt sind.“ Sie erzählt: „Ich erfuhr Einzelheiten darüber, wie die doppelstöckigen Container aufgestellt werden sollen und dass eine vorläufige Zusage des Kreisbauamtes zu den Barsbütteler Plänen schon erteilt worden sei.“
Was die Familie Schleef und viele andere Anwohner in den Straßen Waldweg, Hegenweg und Weidenweg empört:Die Gemeinde hat bislang geschwiegen. Das Ehepaar Schleef: „Mit den Anwohnern sind keine Gespräche geführt worden. Für uns ist klar, dass in der letzten Ecke von Barsbüttel Ort klammheimlich etwas passieren sollte. Das ist ein unzumutbares Verhalten der Gemeinde, das uns alle maßlos empört.“ Zusammen mit Nachbarn traf man sich am vergangenen Sonntag auf dem Brachgelände. Schleefs und ihre Nachbarn wollen erfahren haben, dass die Container schon bald aufgestellt werden sollen, weil die ersten 38 Flüchtlinge bereits im April einziehen sollen. Der Barsbütteler Bürgermeister Thomas Schreitmüller sagt: „Wir prüfen zur Zeit die Möglichkeit, ob dort Container für die Unterbringung von Flüchtlingen aufgestellt werden können. Die Gemeinde Barsbüttel erhält pro Monat statistisch gesehen 1,5 Flüchtlingsbewerber zugewiesen. Wenn wir geprüft haben, ob die Fläche An der Barsbek alle Voraussetzungen zur Ansiedlung erfüllt, wären wir an die Öffentlichkeit gegangen. Vorher schon zu informieren macht doch keinen Sinn, denn wenn das Projekt nicht realisierbar wird, hätten wir unnötig für Aufregung gesorgt.“
Die Anwohner An der Barsbek wollen sich noch in dieser Woche treffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. .“
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7 Kommentare
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Barsbüttler Bürger aus Barsbüttel | 27.02.2014 | 14:28  
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Barsbüttler Bürger aus Barsbüttel | 27.02.2014 | 15:07  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 01.03.2014 | 10:22  
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Hans-Dieter Schröder aus Rahlstedt | 03.03.2014 | 08:19  
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Roman Hottgenroth aus Barsbüttel | 05.03.2014 | 14:03  
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Roman Hottgenroth aus Barsbüttel | 05.03.2014 | 14:46  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 08.03.2014 | 08:34  
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