Attraktivität von Bramfeld steigt

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Zwischen Dorfplatz und Galerie entsteht derzeit das „Bramfeld Quartier“ Foto: tel
Hamburg: Bramfelder Chaussee |

Quartiersmanagerin macht trotz Fachhandelskrise Hoffnung. Brakula und Bau der U-Bahnlinie 5 sind wichtig für den Stadtteil

Von Michael Hertel
Bramfeld
„Das gibt’s nur einmal, das kommt nie wieder“, sang Lilian Harvey in den 1930iger-Jahren. Folgt man Quartiersmanagerin Sylvia Soggia (47), gilt das heute auch für die Einkaufsstraße Bramfelder Chaussee. Ihre These, vorgetragen auf der jüngsten Stadtteilkonferenz: Der klassische Facheinzelhandel stirbt aus, wenn er sich nicht gleichzeitig online präsentiert. Das Fachgeschäft vor Ort hat auch deshalb ausgedient, weil bei den Mieten von durchschnittlich über 13 Euro pro Quadratmeter auf den üblichen angebotenen Einzelhandelsflächen zwischen 50 und 100 Quadratmeter nicht genügend Umsatz gemacht werden kann. Statt Fachgeschäfte siedeln sich deshalb an der „Bramfelder Chaussee“ immer mehr Filialisten, Büros, Dienstleister oder sogar Wohnungen an.

Kunden bewirken Veränderung


Dieser Trend verhindert, dass trotz hoher Mieten relevanter Leerstand entsteht. Soggia: „Man kann diese Entwicklung beklagen. Sie spiegelt aber nur unsere geänderten Lebensgewohnheiten wider. Letztlich sind es die Kunden, die diese Veränderung bewirken. Immer mehr Menschen nutzen das Internet, um Artikel zu suchen und dort auch zu bestellen. Die Zeiten sind einfach vorbei, als die Kunden noch zum Einkaufen die kleinen Läden an der Chaussee der Reihe nach abgelaufen sind.“

Brakula und Bau der U5 wichtig


Dennoch sieht Soggia nicht schwarz für den Einzelhandelsstandort Bramfeld: „Bramfeld wird nicht veröden. Dafür ist das Dreieck aus Galerie–Marktplatz–Dorfplatz zu attraktiv.“ Vor allem der Bau der Galerie und die Neugestaltung des Marktplatzes (2013) haben sich sehr positiv ausgewirkt. Das Dreieck werde mit der Fertigstellung des „Bramfeld Quartiers“, das ursprünglich als „Dorfpassage“ bezeichnet wurde, auf dem ehemaligen Gelände des Autohauses Jahnke noch attraktiver. Wichtig ist laut Soggia auch die Brückenfunktion der Kultureinrichtungen Bramfelder Kulturladen Brakula und – hoffentlich bald – die benachbarte Kulturinsel für ein attraktives Bramfeld. Schließlich werde der Stadtteil durch den Bau der U-Bahnlinie 5 nochmals erheblich profitieren.
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