Auf den Spuren der Ahnen

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Urkunden und Fotos können bei der Familienforschung helfen.

Familienkundlicher Gesprächskreis in Tonndorf

TONNDORF. Als André Studt vor etwa neun Jahren den „Familienkundlichen Gesprächskreis“ im Seniorentreff des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Tonndorf gründete, kam der Rahlstedter Uwe Schärff dazu, der seit fünf Jahren auch Moderator der Treffen ist. Denn seit seiner Pensionierung 1994 beschäftigt sich Schärff mit der Familienforschung. „Ich habe die Geschichte meines Großvaters aufbereitet, der von Hamburg nach Rahlstedt gegangen war und für die Familie meiner Frau eine gemeinsame Chronik erstellt“, sagt der Rahlstedter, der seinen ältesten Ahn bis etwa 1720 belegen kann. Er empfiehlt, mit den Nachforschungen so früh wie möglich zu beginnen und auch in der entfernteren Verwandtschaft nachzufragen. „Ich versuche gerade herauszubekommen, was aus den Geschwistern meines Großvaters geworden ist, um Kontakt zu den Vettern zweiten oder dritten Grades aufnehmen zu können.“ Bis zu neun Interessierte aus dem Raum Wandsbek, aber auch aus Glinde und Bramfeld tauschen in Tonndorf Tipps über ihre Nachforschungen aus. Heribert von Goldammer ist ehrenamtlich beim ASB engagiert und kam so in Kontakt mit der Gruppe. Die Treffen besuchte er schon, bevor er durch die Hinterlassenschaft einer Tante alte Fotos bekam – ein Anreiz, sich näher mit der Familiengeschichte auseinanderzusetzen, die er inzwischen großmütterlicherseits bis 1165 zurückverfolgen kann. Viele genealogisch Interessierte beginnen erst im Rentenalter mit der Spurensuche, bei der Kirchenbücher hilfreich sein können, die Hinweise zur Taufe oder Hochzeit geben. Diverse Urkunden wie Sterbebücher oder Grundbücher, können im Hamburger Staatsarchiv in Wandsbek eingesehen werden, wo auch Vorträge zum Thema angeboten werden. Nähere Infos im Internet unter www.hamburg.de/staatsarchiv. Hilfreich ist außerdem der Kontakt zur Genealogischen Gesellschaft Hamburg Übrigens werden Urkunden nicht unentgeltlich ausgestellt und auch für die Beratung fallen mancherorts Gebühren an. Ein großes Problem für jüngere Familienforscher sind Urkunden und Briefe, die in Sütterlin/Kurrentschrift verfasst wurden. So bringen einige Teilnehmer zum „Familienkundlichen Gesprächskreis“ auch alte Schriften mit, denn „wir haben einen gewieften älteren Herrn dabei, der Sütterlin in der Schule gelernt hat und Taufurkunden enträtseln kann“, sagt Uwe Schärff. (cm)

Die nächsten Treffen: Mittwoch, 9. Mai, und Mittwoch,
13. Juni, jeweils 17 bis 19 Uhr. ASB Seniorentreff, Ahrensburger Straße 169 a.
Nähere Informationen:
www.genealogy.net
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