Aus alten Kerzen neue machen

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Deutschland verbraucht die meistens Kerzen in der EU

Stapelfeld Zur Weihnachtszeit werden weltweit große Mengen Kerzen abgebrannt. Mit der Aktion „Alt gegen Neu“ möchte „Die Wunderkerze“ in Stapelfeld auch in diesem Jahr zum nachhaltigen Umgang mit dem Rohstoff Wachs beitragen. Wer bis zum 28.Februar seine Kerzenreste in die Kerzenwerkstatt (Hinter der Schule 2, Tel. 63 66 53 50) mitbringt, darf für die Hälfte des Gewichts selbst neue Kerzen aus reinem Paraffin ziehen.
Deutschland verbraucht die meistens Kerzen in der EU. Nach Angaben des Europäischen Kerzenverbandes (ECA) mit Sitz in Stuttgart werden pro Jahr gut 650.000 Tonnen hergestellt, und ein Drittel davon in Deutschland abgebrannt. Mit 2,6 Kilo pro Jahr ist der Pro-Kopf-Verbrauch der Deutschen doppelt so hoch wie der EU-Durchschnitt. Allerdings liegen sie deutlich hinter den Dänen, die gut sechs Kilo pro Kopf schaffen. „Wenn man davon ausgeht, dass bei einer Kerze ungefähr ein Sechstel pro Kerze als Rest im Müll landet, sind das allein in Deutschland rund 430 Gramm pro Kopf,“ erklärt Simone Wenck, Werkstattleiterin der Stapelfelder Kerzenwerkstatt. Somit werden jährlich rund 34 Millionen Kilogramm Wachs in Deutschland als Abfall im Hausmüll entsorgt. „Ein Jammer“ meint Wenck, „wenn man von einem Kilopreis von bis zu zwei Euro bei Roh-Paraffin ausgeht, das nicht nur aus Erdöl gewonnen wird, sondern auch ähnlichen Preisschwankungen unterliegt.“ (wb)
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