Aus für Ordnungsdienst

Anzeige
Hier ist der BOD Wandsbek bislang untergebrachtFoto: rg

 Was wird aus den Räumen in der Herthastraße in Bramfeld?

Von Rainer Glitz
Wandsbek. Drucksache 19-4499 lautet die Bezeichnung einer Vorlage, mit der sich am Donnerstag, 24. Oktober, die Abgeordneten der Wandsbeker Bezirksversammlung befassen werden (18 Uhr, Bürgersaal Wandsbek, Am Alten Posthaus 4). Es geht um die Zukunft des Bezirklichen Ordnungsdienstes BOD – genauer gesagt um dessen Aus. „Der vor sieben Jahren eingerichtete BOD ist kein Erfolgsmodell“ heißt es in dem Eckpunktepapier. Die Mitarbeiter auf 89,5 Vollzeitstellen in den sieben Hamburger Bezirken arbeiteten nicht effektiv, seien nicht in die jeweiligen Verwaltungen integriert, außerdem gebe es häufig Doppelstrukturen. Etwa mit der Polizei. Es gebe eine zu dünne Personaldecke und einen mit 18 Prozent sehr hohen Krankenstand. Das Ziel, eine schlagkräftige Truppe für mehr Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit zu bekommen, die sich über Bußgelder quasi selbst finanziert, wurde nicht erreicht, heißt es weiter. Einnahmen von 1,1 Millionen Euro standen 2011 Kosten in Höhe von 5 Millionen Euro gegenüber.
Die bisherigen Aufgaben des BOD sollen ab Januar 2014 neu organisiert werden. Knöllchen schreiben wird künftig nur noch ein noch zu gründender Landesbetrieb Parkraumüberwachung. 35 BOD-Stellen gehen dorthin. Um Ordnungswidrigkeiten kümmern sich künftig die jeweiligen Dezernate für Wirtschaft, Bauen und Umwelt. Dort sollen mit den Wegewarten und anderen gemeinsame Einheiten gegründet werden, die sich etwa mit der Kontrolle der Gastronomie befassen. 33 Stellen werden dorthin verteilt. Nur sieben BOD-Mitarbeiter bleiben bei ihrer Tätigkeit beim zentralen Hundekontrolldienst des Bezirkes Mitte. Sämtliche Bürgeranliegen und Beschwerden sollen künftig zentral unter einer Telefonnummer gesammelt und die Zusammenarbeit mit der Polizei verstärkt werden.
Sparvorgaben
„Das Bezirksamt Wandsbek folgt den Vorgaben mit dem Ziel, eine effektivere Wahrnehmung der BOD-Aufgaben zu erreichen“, so Sprecherin Lena Voß. Die alle Bezirke betreffende Neustrukturierung werde Synergieeffekte bringen. In Wandsbek gibt es derzeit 19 Mitarbeiter des Bezirklichen Ordnungsdienstes. Sie sind in der Herthastraße in Bramfeld stationiert. Wie die Anfang des Jahres frei werdenden Diensträume genutzt werden sollen, ist laut Bezirkssprecherin Voß noch unklar. Das im selben Gebäude untergebrachte Soziale Dienstleistungszentrum wird zum Jahresende ebenfalls geschlossen. Hintergrund sind die Sparvorgaben des Senates für die Bezirke. (wb)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige