Autobahn gefährdet Naturschutzgebiet in Hamburg

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Werner Jansen weist auf die Öllachen auf der Wandse hin

Nach Unfall lief Öl in Wandse. Experte fordert Schutzbauten

Hamburg. Nach einem Unfall auf der Autobahn 1, in Höhe Stapelfeld, bei dem ein LKW Dieselkraftstoff verloren hatte, hat die Wasserbehörde Ölsperren auf der Wandse errichten lassen. „Noch immer ist ein Ölfilm auf dem Wasser der Wandse zu erkennen. Vor den einzelnen Sperren sammelt sich das Öl, das seitlich im Bewuchs am Ufer haften bleibt“, sagt Werner Jansen, Mitglied der Nabu-Ortsgruppe Rahlstedt und Naturschutzbeauftragter des Kreises Stormarn. „Die Sperren werden noch einige Zeit im Wasser bleiben müssen. Sie werden regelmäßig kontrolliert.“
Das Naturschutzgebiet wird von Schleswig-Holstein und Hamburg gleichermaßen verwaltet. Jansen fürchtet, dass bei einem größeren Verkehrsunglück, auf der nahe am Naturschutzgebiet Höltigbaum gelegenen Autobahn, eine Ölverschmutzung größeren Ausmaßes entstehen könnte. „Man muss jetzt schon die Wandse mit Einrichtungen versehen, damit das Öl von der Autobahn nicht in den Wasserlauf gelangen kann, beispielsweise durch ein Rückhaltebecken. Die Schäden für das Naturschutzgebiet wären katastrophal. Man sieht ja jetzt schon, dass auch bei einer geringen Menge, etliche hundert Meter vom Unfallort entfernt, sich Öl ansammelt und in den Uferrändern hängen bleibt“, warnt der Rahlstedter Naturschutzexperte.
Vor dem Rückbau der Ölsperren wird die Wasserbehörde entscheiden, wie die Ölmengen auf der Wandse entfernt werden.
Werner Jansen macht sich aber nicht nur Sorgen wegen der Ölverschmutzung der Wandse. Nicht unweit der Müllverbrennungsanlage Stapelfeld, im Eingangsbereich zum Naturschutzgebiet Höltigbaum, wird der Wald als illegale Müllkippe genutzt. „Dort ist ein Parkplatz. Autofahrer scheinen regelmäßig ihren Müll dort zu entsorgen. Weder die nahe Müllverbrennungsanlage noch die für das Gebiet zuständige Gemeinde Stapelfeld haben bisher auf Hinweise reagiert, dort für Abhilfe zu sorgen. Es fehlen auch große Müllbehälter“, so die Kritik von Jansen. (güb)
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